Gelungene Revanche in Vechta
Skyliners besiegten die Basketballer aus Vechta mit 98:95
Im ersten Rückrundenspiel am 18. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga konnten die Skyliners nach drei fulminanten Vierteln einen knappen Auswärtssieg bei Rasta Vechta einfahren (98:95). In einem am Ende nervenaufreibenden Spiel hatten vor allem Ryan Hawkins mit sechs Dreiern sowie Till Pape, der mit fünf getroffenen Distanzwürfen einen persönlichen BBL-Bestwert aufstellte, besondere Händchen.
Klaus Perwas, Headcoach Skyliners, sagte dazu: „Wir sind sehr zufrieden, dass wir hier gewonnen haben. Wir wussten eigentlich nicht genau, was uns erwartet. Vechta hat heute ohne Verge Jr. gespielt. Wir hatten eine sehr, sehr gute erste Halbzeit. Zweite Halbzeit – ich kenne das ja: Wenn man dann ein bisschen nachlässt, gerade auch in der Verteidigung, und dann auch so ein paar einfache Aktionen zulässt – das passiert einfach. Dass wir am Ende noch einmal so unter Druck geraten sind, hat uns natürlich gar nicht gefallen. Aber wie gesagt: In einer Woche spricht keiner mehr davon, sondern wichtig ist im Profisport, Spiele zu gewinnen – und das haben wir heute gemacht.“
Papes heißes Händchen
Gegen Rasta Vechta, die ohne ihren Topscorer Alonzo Verge Jr. antreten mussten, starteten die Skyliners mit ihrer bekannten Starting Five in die Partie. Den Auftakt machten drei schnelle Punkte von Jaedon LeDee. Nach fünf Minuten stand es vor allem dank Kapitän Till Pape, der seine ersten drei Würfe (acht Punkte) eiskalt versenkte, 14:10 für die Frankfurter. Nahiem Alleyne dachte sich anschließend wohl: Das kann ich auch – und legte mit derselben perfekten Quote ebenfalls acht Punkte nach. Vechta war somit früh zur Auszeit gezwungen. - Im ersten Viertel fanden die SKYLINERS nahezu in jeder Aktion durch schnelle Passstafetten den freien Mann und verwarfen von der Dreierlinie lediglich einen Wurf (7/8). Viertelergebnis: 15:31
Ein Boxscore zum Einrahmen
Die Frankfurter nahmen ihre heiße Phase direkt mit ins zweite Viertel. Ryan Hawkins traf die ersten beiden Würfe des Abschnitts – damit standen die Skylilners bei 9/10 Dreiern. Vechta sammelte früh Offensivrebounds (bereits acht nach zwei Minuten), fand gegen die aufmerksame Defense der Frankfurter jedoch kaum Lösungen. Nach knapp vier Minuten führten die Gäste mit 20 Punkten (44:24), hatten bereits zwölf Team-Assists und eine Feldwurfquote von 80 Prozent (16/20). Doch damit nicht genug: Ryan Hawkins übernahm nun die Partie nahezu im Alleingang und stand nach acht Minuten mit 17 Punkten auf dem Parkett – bei perfekter Dreierquote (5/5). Im Schlussabschnitt der ersten Hälfte nutzten die Skyliners zudem immer wieder Mismatches unter dem Korb und gingen mit einer eindrucksvollen 22-Punkte-Führung in die Pause (36:58). Viertelergebnis: 21:27
Rasta Vechta kam mit klarer Mission aus der Kabine: Wiedergutmachung. Zunächst sorgten vier schnelle Punkte von Lloyd Pandi für etwas Momentum, defensiv bekamen die Gastgeber die Offense der Skyliners jedoch weiterhin nicht in den Griff. Till Pape traf erneut zwei Dreier aus derselben Corner und stellte damit nach knapp fünf Minuten einen neuen persönlichen Bestwert mit fünf Dreiern auf. Statt Vechta herankommen zu lassen, erhöhten die Skyliners den Vorsprung sogar auf 25 Punkte (46:71). Angeführt von TJ Bamba (14 Punkte) verkürzten die Gastgeber zum Viertelende zumindest wieder auf 20 Zähler (61:81). Viertelergebnis: 25:23
Vechta-Comeback kommt zu spät
Mit einer komfortablen Führung ging Frankfurt in den Schlussabschnitt. Dieser begann nach knapp fünf Minuten mit einem 11:6-Lauf der Gastgeber, die nun erstmals offensiven Rhythmus fanden. Und plötzlich wurde es doch noch einmal spannend: Nach drei Dreiern in Folge (einmal Tibor Pleiß, zweimal Herkenhoff) stand es 1:40 Minuten vor Schluss auf einmal 86:91 – der Rasta-Dome bebte. Nahiem Alleyne konterte mit einem starken And-One-Finish, doch ein Turnover und ein anschließendes unsportliches Foul von William Christmas brachten die Skyliners kurzzeitig in Bedrängnis. Vechta traf beide Freiwürfe, Herkenhoff legte einen weiteren Dreier nach – nur noch 93:94 bei 41 Sekunden auf der Shotclock.
Christmas machte seinen Fehler im nächsten Angriff allerdings wieder gut und vollendete seinen Drive mit einem krachenden Dunk. Vechta bekam am Ende sogar noch einen letzten Versuch nach einem Inbound-Steal, doch diesmal war das Glück auf Seiten der Skyliners. Die Frankfurter brachten den Vorsprung über die Zeit und fuhren den Auswärtssieg ein. Viertelergebnis: 34:17, Enddergebnis: Rasta Vechta - Skyliners 95:98 (36:58). Zuschauer: 3.140
Best of Boxscore:
Till Pape (23 pts / 2 ast/ 5 3pm)
Ryan Hawkins (20 pts / 2 reb/ 6 3pm)
Isaiah Swope (12 pts / 9 ast)
Nächstes Spiel: Mittwoch., 11.2.2026, 20 Uhr: Skyliners – Vet-Concept Gladiators Trier