Das Online-Gesellschaftsmagazin aus Frankfurt am Main

Letzte Aktualisierung: 16.04.2024

Werbung
Werbung

Geld für starken Filmstandort Hessen

von Bernd Bauschmann

(01.03.2024) Die Hessen Film & Medien unterstützt in den ersten Förderrunden des Jahres 2024 insgesamt 31 Projekte in den Bereichen Nachwuchs, Stoffentwicklung, Produktionsvorbereitung, Produktion sowie Verleih. Außerdem vergibt sie drei Talent-Paketförderungen in Höhe von je 100.000 Euro an Grandfilm Produktion, jippie film und die Zeitgeist Filmproduktion FFM.

Foto: Hessen Film & Medien GmbH
***

„Mich begeistert die Vielfalt der Produktionen, die wir in Hessen unterstützen können: In den kommenden Monaten werden in und aus Hessen heraus viele neue dokumentarische und fiktionale, animierte und serielle Formate entstehen“, so Timon Gremmels, Hessens Minister für Wissenschaft, Forschung, Kunst und Kultur. „Die Bandbreite umfasst neue Kinospielfilme wie ‚Der Arbeiter‘ von Eliza Petkova, die sich in ihrem Drama mit dem Thema Arbeitsmigration befasst. Aber auch die Fortsetzung des Familien-Kinoabenteuers ‚Die Olchis‘ wird wieder eine Menge Expertise des hessischen Postproduktionsnetzwerks ‚LIONSnetwork‘ enthalten. Mit der Talent-Paketförderung hat die Hessen Film & Medien zudem ein sinnvolles Förderinstrument für eine starke und wachsende hessische Filmbranche etabliert. Ich beglückwünsche die Teams der drei geförderten Produktionsunternehmen, die mit dieser Starthilfe erste Projekte realisieren werden. Einige geförderte Kreative sowie Kino- und Festivalbetreibende habe ich auf der Berlinale bereits kennenlernen dürfen und ich freue mich sehr darauf, den Filmstandort Hessen gemeinsam weiter auszubauen.“

Die Main Jury vergab insgesamt 1.810.000 Euro Förderung für 14 Projekte. Mit dieser Hilfe werden unter anderem neun Animations-, Kurz-, Dokumentar- und Spielfilme produziert. Die höchste Fördersumme der Sitzung in Höhe von 500.000 Euro erhält das Mystery-Drama „Die Assistentin“ von Jutta Brückner. Der Film erzählt die Geschichte einer erfolgreichen Archäologin, die sich erst nach dem Tod ihrer Mutter einem Kindheitstrauma stellen kann. Die hessische Produktionsfirma Fourmat Film erhält für die Produktion von „Der Arbeiter“ 300.000 Euro. Zudem bekommt die Frankfurter Regisseurin Sylvia Strasser 100.000 Euro für ihren neuen Dokumentarfilm „Terre d'Acque“.

Auch die Nachwuchsjury tagte und beschloss 1.068.000 Euro für 11 Projekte. Regisseur Nur Muhammed Tarhan wird seinen Debütfilm „September bis September“ mit der Darmstädter Produktionsfirma Perennial Lens umsetzen (350.000 Euro). Daniel Sager arbeitet zusammen mit der Frankfurter U5 Filmproduktion an seinem fiktionalen Debütfilm „Wenn es blutet“ (500.000 Euro). Das Projekt entsteht im gemeinsamen Förderprogramm der Hessen Film & Medien mit dem ZDF/Das kleine Fernsehspiel, der „Fifty-Fifty“-Kooperation.

Weitere Förderungen gab es in den Bereichen Stoffentwicklung und Verleih: Oliver Hardt gewann mit „Jumoke“ den Hessischen Film- und Kinopreis 2023 in der Kategorie „Bestes Drehbuch“ und erhält nun Förderung für die Produktionsvorbereitung (20.000 Euro). Die beiden hessischen Filmemacherinnen Adriana Montenegro und Dascha Petuchow sind Alumni des STEP-Programms und konnten bereits sowohl ihre Stoffe mit Hilfe des Programms weiterentwickeln als auch von geförderten Weiterbildungen profitieren. Beide arbeiten nun mit Unterstützung der Stoffentwicklungsförderung an ihren Drehbüchern (je 30.000 Euro). Der Frankfurter Filmemacher Enkelejd Lluca bringt mit der Verleihförderung seinen Debütfilm „Das Meer ist der Himmel“ in die Kinos (40.000 Euro).

„Auch in dieser Förderrunde unterstützen wir eine vielseitige und nachhaltige Filmkulturlandschaft. Besonders gespannt bin ich auf das Folgewerk des hessischen Regisseurs, Produzenten und Autors Behrooz Karamizade, der in den vergangenen Monaten Erfolge mit seinem berührenden Debütfilm ‚Leere Netze‘ Erfolge feierte. Mit Hilfe der Setzkastenförderung, einer kombinierten und flexibleren Förderung für die Stoff- und Projektentwicklung, wird er an seinem Drama ‚Brennende Haut‘ arbeiten“, erklärt Anna Schoeppe, Geschäftsführerin der Hessen Film & Medien.

Mehr Informationen unter: www.hessenfilm.de