Gefahren durch Laserpointer
Patietenvertreterin Pfeiffer-Krahl erklärt, was passieren kann
Das Gerät mit dem kleinen leuchtenden Punkt dient Erwachsenen zur Präsentation und gehört auf keinen Fall in Kinderhände. Denn der kleine Leuchtpunkt kann großen Schaden anrichten, wenn er ins Auge fällt. Selbst wenn das nur für einen Bruchteil von Sekunden passiert, können schwere Verletzungen an der Netzhaut des Auges die Folge sein. Davor warnt die stellvertretende Vorsitzende der 13.000 Mitglieder zählenden Interessenvertretung Patienten und Vesicherte Bundesverband für Gesundheit und Soziales Mechtild Pfeiffer-Krahl im neuen Infobriec des Vereins "Aufgepasst udnm hergehört".
Foto: Privat
Sie beruft sich dabei auf die Stiftung Auge und stellt klar: "Laserpointer sind kein Spielzeug." Der Vorsitzende der Stiftung, Augenarzt Frank Holz, erklärt: „Im Auge wird der Laser durch die Brechkraft von Hornhaut und Linse gebündelt. Seine gesamte Energie wirkt dann auf einen winzigen Fleck der Netzhaut ein. Dadurch entstehen hohe Temperaturen, die das Geflecht unter anderem aus Blutgefäßen und Sehzellen an diesem Punkt zusammenschmelzen lassen – und zwar innerhalb kürzester Zeit, schon binnen Hundertstelsekunden kann Schaden entstehen. Reflexe wie das Schließen des Auges oder Wegdrehen des Kopfes können längst nicht immer schützen, denn bis sie einsetzen, dauert es etwa eine Viertelsekunde."
"Nicht jeder Laser ist gleichermaßen schädlich", weiß Pfeiffer-Krahl. "Neben der Dauer der Laser-Einwirkung spielt auch die Farbe eine Rolle." Grünes und blaues Licht sind nach Angaben der Stiftung Auge , im Vergleich zu rotem Licht, kurzwelliger und damit energiereicher. und somit auch gefährlicher. Eine Folge derartiger Verletzungen der Netzhaut sind Gesichtsfeldausfälle, die oft im Bereich des schärften Sehens liegen. Außerdem kann die Sehschärfe an sich abnehmen, Betroffene sehen dann verschwommen. Wer nach einem Blick in den Laserpointer solche Beschwerden hat, sollte in jedem Fall einen Augenarzt aufsuchen, rät auch das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS). Die Therapieoptionen für diese Art von Verletzung sind stark begrenzt.
Betroffen von solchen Augenverletzungen durch Laserpointer sind Augenarzt Frank Holz zufolge vor allem Kinder, die das Gerät als Spielzeug nutzen. Die Stiftung Auge rät daher, den Nachwuchs über die Gefahren von Laserpointern aufzuklären und dafür zu sorgen, dass sie keinen Zugang zu den Geräten haben.
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