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Letzte Aktualisierung: 27.11.2020

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Gedenken und mahnende Worte zum Volkstrauertag in Bad Soden

von Adolf Albus

(17.11.2020) Bad Soden am Taunus, 16 November 2020. Am gestrigen Volkstrauertag hat Bürgermeister Dr. Frank Blasch gemeinsamen mit den jeweiligen Vereinsringvorsitzenden Kränze auf den Friedhöfen aller drei Stadtteile niedergelegt.

Corona-bedingt fanden keine Gedenkfeiern statt. An Stelle der jeweiligen Ansprachen vor Ort hielt der Bürgermeister seine Rede vorab am Ehrenmal in Altenhain, die online auf der städtischen Homepage https://www.bad-soden.de/fuer-die-buerger/presse-downloadbereich/ gesehen und gehört werden kann.

75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs rief Bürgermeister Dr. Frank Blasch zur Erinnerung und zum Gedenken auf. Er gedachte an die Millionen Opfer durch Krieg, Gewaltherrschaft und Terrorismus und unterstrich die Bedeutung des Volkstrauertages auch in der heutigen Zeit. „Denn wer die Geschichte nicht kennt, kann nicht aus ihr lernen“, sagte das Stadtoberhaupt mit Blick auf die leidvolle Vergangenheit. Schlimme Fehler dürften sich nicht noch einmal wiederholen.

Spuren der Verfolgung Unschuldiger seien auch heute noch für jeden sichtbar, auch in Bad Soden am Taunus. So wurde in der vergangenen Woche eine Stolperschwelle in der Talstraße verlegt, um an die Zerstörung der Israelitischen Kuranstalt zu erinnern.

Der Bürgermeister appellierte daran ins Bewusstsein zu rufen, dass auch in der heutigen Zeit Frieden und Freiheit nicht selbstverständlich seien. Dr. Blasch erinnerte an die derzeitigen Kriege weltweit, aber auch an Gewalt und Verfolgung in unmittelbarer Nähe, beispielsweise beim Anschlag vor einem Jahr auf die Synagoge in Halle und das Attentat vor zwei Wochen in Wien. Daher sei jeder aufgerufen, wachsam zu sein, sich gegen Hass, Streit und Unfrieden zu stellen und für ein friedliches Zusammenleben einzusetzen.