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Geballter Sachverstand - 25 Jahre Kassen- und Steueramt

71.022,33 Milionen Euro - diese Steuern hat das Kassen- und Steueramt in den vergangenen 25 Jahren eingenommen. Davon 29.921,17 Millionen Euro Gewerbesteuer, die Haupteinnahmequelle der Stadt, die im Jahr 2016 rund 1,817 Milliarden Euro ausmachte, und 4.138,19 Millionen Euro an Grundsteuer.

Die gesamten rund 71 Milliarden Euro sind über die vom Kassen- und Steueramt verwalteten Girokonten geflossen. Ein Amt, das in diesem Juni sein 25-jähriges Bestehen feiert. „Diese Zahlen zeigen einen Ausschnitt dessen, was an Zahlungen über die Konten des Kassen- und Steueramtes fließt und geflossen ist. Dies bedeutet neben einer hohen Verantwortung auch einen hohen Arbeitsaufwand. Dank der überaus engagierten rund 250 Mitarbeiter konnten wir alle Herausforderungen in allen Bereichen mit geballtem Sachverstand und großem Einsatz angehen. Von diesem konnte ich mir in den vergangenen zehn Jahren, seit ich Kämmerer der Stadt Frankfurt bin, eigens ein Bild machen. Dafür ein herzliches Dankeschön“, sagt Bürgermeister und Stadtkämmerer Becker.

Große Projekte haben das Amt in den zurückliegenden 25 Jahren immer wieder begleitet. Etwa die Postleitzahlenumstellung, die Herausforderung der Umstellung der Jahreszahlen zum Jahr 2000, schließlich die Einführung des Euro und das Einrichten von SEPA-Mandaten. Auch die Einführung der kaufmännischen Buchführung in der Stadtverwaltung in 2007 wurde tatkräftig mit umgesetzt.

25 Jahre ist es her, dass das Kassen- und Steueramt eingerichtet worden ist. Durch eine Organisationsverfügung des damaligen Oberbürgermeisters Andreas von Schoeler wurde es mit Wirkung zum 3. Juni 1992 eingerichtet und aus den bis dahin eigenständigen Ämtern Stadtkasse und Stadtsteueramt gebildet.

Mit der Zusammenlegung wurden gleich mehrere Ziele verfolgt: Zum einen wurden durch das Zusammenlegen überschneidender Tätigkeiten bei der Steuerfestsetzung und den Kassengeschäften zu einer Ganzheitssachbearbeitung in der Personenkontoführung, die ab sofort einheitlich in einem Amt erfolgten, Synergieeffekte erreicht. Darüber hinaus konnten die beiden Verwaltungsabteilungen, bestehend aus allgemeiner Verwaltung, Personal- und Poststelle sowie Rechnungsführung, zusammengefasst werden. Insgesamt führte das Zusammenlegen zu einer Einsparung von elf Planstellen innerhalb von zwei Jahren nach Schaffung des neuen Amtes, darunter auch eine Amtsleitungsposition.

Gleichzeitig wurde die bis dahin eigenständige Außenstelle Höchst, die eine eigene Steuerabteilung besaß, aufgelöst und in das Amt integriert.

Mit dem Zusammenlegen der beiden Ämter und der Neuorganisation wurde seinerzeit der ehemalige Finanzbeamte Peter Heine beauftragt, der später Persönlicher Referent von Oberbürgermeisterin a.D. Petra Roth wurde. Seit knapp zehn Jahren wird das Amt vom Leitenden Magistratsdirektor Hanns-Joachim Kühn geführt.

„Wir verstehen uns vor allem als Dienstleister für unsere Bürgerinnen und Bürger, die Unternehmen sowie andere Institutionen, weil wir für die erforderliche Liquidität als finanzielles Fundament der Lebensqualität in unserer wachsenden Stadt sorgen“, sagt Amtsleiter Kühn.

Bereits kurz nach der Gründung hatte das neue Amt große Aufgaben zu stemmen. Zum 1. Januar 1992 wurden durch eine Änderung des Kommunalabgabengesetzes die sogenannten Kleinen Gemeindesteuern wieder in Frankfurt eingeführt. Seit 1988 war der Stadt die Erhebung durch eine Gesetzesinitiative der damaligen Landesregierung verwehrt. Wieder erhoben wurden die Steuer auf Spielapparate, auf das Spielen um Geld oder Sachwerte und Vergnügen besonderer Art, die sogenannte Pornosteuer, die Getränkesteuer sowie die Gaststättenerlaubnissteuer.

„Durch gesetzliche Änderungen kommen stetig neue Aufgaben auf das Amt und mein Dezernat zu, die jedoch immer hervorragend gemeistert wurden. Auch bringt die Stadt Frankfurt sich über das Kassen- und Steueramt in aktuelle Initiativen, wie beispielsweise des Deutschen und Hessischen Städtetages, ein. Zuletzt wurde an der Satzung des Tourismusbeitrages für Hessische Kommunen mitgearbeitet. Im Jahr 2018 soll in Frankfurt, die Zustimmung der Gremien vorausgesetzt, ein Tourismusbeitrag eingeführt werden. Vorbereitung, Implementierung und im Anschluss Durchführung und Überwachung liegen schwerpunktmäßig beim Kassen- und Steueramt. Dies ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, die dort in besten Händen ist“, sagt Becker.

Das Kassen- und Steueramt ist seit Sommer 2016 übrigens nicht mehr am Paulsplatz, sondern in der Stephanstraße 15 zu finden.