Gartenmöbel im Ausverkauf: Richtiger Zeitpunkt, Qualitätscheck und Lagerung bis zum Frühling
Wer im Spätsommer noch einmal durchs Gartencenter oder den Möbelmarkt schlendert, findet oft deutlich reduzierte Ware, vom kompletten Loungeset bis zum einzelnen Gartenstuhl.
Foto: Unsplash / Sanju Pandita
Wer gezielt nach Gartenmöbel im Ausverkauf sucht, kann sparen, sofern Qualität und Lagerung stimmen. Ein vermeintliches Schnäppchen lohnt sich nämlich nur, wenn die Möbel den Winter unbeschadet überstehen und im Frühling wieder einsatzbereit sind.
Warum sich der Kauf am Saisonende lohnt
Händler müssen im Herbst Lagerfläche für die kommende Saison freimachen, für Weihnachtsartikel, Winterware und die nächste Kollektion an Gartenmöbeln. Auslaufmodelle, Ausstellungsstücke und übrig gebliebene Serien werden deshalb reduziert, auch wenn sich die genaue Höhe der Reduktion von Modell zu Modell unterscheidet. Wer den Bedarf für das nächste Jahr schon absehen kann, etwa einen neuen Gartentisch oder zusätzliche Gartenstühle für die Familie, fährt oft besser, jetzt zuzugreifen, statt im Frühling zum regulären Preis zu kaufen, wenn die Auswahl an neuer Ware wieder grösser, aber auch teurer ist.
Der richtige Zeitpunkt: August bis Oktober
Das Fenster für gute Angebote öffnet sich meist ab Mitte August und bleibt bis in den Oktober hinein offen, abhängig vom Wetter und davon, wie schnell die Lagerbestände abgebaut werden. Wer flexibel ist und nicht auf ein bestimmtes Modell fixiert bleibt, hat in dieser Zeit die grösste Auswahl an reduzierten Einzelstücken und Restposten. Gegen Ende der Periode wird die Auswahl kleiner, dafür sind teils zusätzliche Preisnachlässe möglich, da die Ware wirklich aus dem Sortiment verschwinden soll.
Qualität erkennen: Checkliste vor dem Kauf
Ein niedriger Preis lohnt sich nur, wenn die Gartenmöbel auch mehrere Saisons überstehen. Vor dem Kauf lohnt sich ein Blick auf folgende Punkte:
- Gestell auf Stabilität prüfen: wackelt nichts, sind Schweissnähte oder Verbindungen sauber verarbeitet?
- Material witterungsfest wählen: Aluminium und Polyrattan sind pflegeleichter als unbehandeltes Holz.
- Polster und Bezüge auf abnehmbare, waschbare Hüllen prüfen, das erleichtert Reinigung und Lagerung.
- Bei einer Gartenlounge auf gleichmässige Nähte und stabile Reissverschlüsse achten.
- Reklamationsfrist und Garantiebedingungen auch bei reduzierter Ware klären.
Tabelle: Materialien und Lebensdauer
| Material | Pflegeaufwand | Typische Lebensdauer bei guter Pflege |
| Aluminium | Gering | 10–15 Jahre |
| Polyrattan / Geflecht | Gering bis mittel | 8–12 Jahre |
| Teakholz | Mittel (regelmässiges Ölen) | 15–20 Jahre |
| Akazie / Eukalyptus | Mittel | 8–10 Jahre |
| Stahl (pulverbeschichtet) | Gering | 10–15 Jahre |
Richtig einlagern bis zum Frühling
Vor dem Einlagern sollten Gartenmöbel gründlich gereinigt und vollständig getrocknet werden, Feuchtigkeit unter einer Abdeckung begünstigt Schimmel und Rost. Polster und Kissen gehören möglichst trocken und getrennt vom Gestell gelagert, etwa in einem Keller oder Abstellraum, da Textilien empfindlicher auf Kälte und Feuchtigkeit reagieren als Aluminium oder Kunststoffgeflecht. Wer keinen überdachten Lagerplatz hat, sollte zumindest eine atmungsaktive Schutzhülle verwenden und die Möbel leicht erhöht aufstellen, damit sie nicht direkt im Kontakt mit nassem Boden stehen. Holzmöbel profitieren vor dem Einlagern zusätzlich von einer Pflegeschicht Öl oder Lasur.
FAQ
Lohnt sich der Kauf auch ohne eigenen Gartenschuppen?
Ja, solange ein trockener, frostfreier Ort wie Keller, Garage oder ein gedeckter Balkon zur Verfügung steht. Wichtiger als die Grösse des Lagerplatzes ist, dass die Möbel trocken bleiben.
Muss man Polster für die Gartenlounge separat kaufen?
Das hängt vom Set ab. Bei reduzierter Ware lohnt sich ein Blick ins Kleingedruckte, teils sind Polster im Preis enthalten, teils werden sie separat angeboten.
Was tun, wenn schon gekaufte Gartenmöbel keinen Platz zum Einlagern haben?
Eine wetterfeste, atmungsaktive Abdeckung an einem windgeschützten Ort ist die zweitbeste Lösung. Sie ersetzt keinen trockenen Innenraum vollständig, verlängert die Lebensdauer aber deutlich gegenüber ungeschützter Lagerung im Freien.
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