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Letzte Aktualisierung: 23.02.2024

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Galanacht der Tenöre

von Adolf Albus

(29.11.2023) Anlässlich des 150.Geburtags von Enrico Caruso veranstaltete die LÓpera Piccola e.V. am vergangenen Sonntag eine Galanacht der Tenöre

Das Konzert in der fast ausverkauften Alten Oper Frankfurt wurde von Karen Stuke von der „Caruso Kronenboden Collection Berlin“ mit einem antiken Grammophon und einer Schellack-Platte mit Enrico Caruso eröffnet. Aber das Galakonzert hatte noch weitere Überraschungen bereit: Federico Caruso, der Urenkel von Enrico Caruso, war extra aus Italien angereist. Aber vor allem das Konzertprogramm ließ die Herzen der Opernfans höherschlagen. Ein großes Aufgebot von Sängern und Sängerinnen gab sich die Ehre und präsentierte eindrucksvoll Carusos berühmteste Arien und neapolitanischen Lieder. Auch bekannte Namen wie Sung Min Song aus Korea und Irakli Kakhidze vom Nationaltheater Mannheim gehörten zu den Solisten. Des Weiteren waren auch Marco Antonio Rivera und Gioacchino Lauro Li Vigni zu hören. Als Orchester spielte die hervorragende Thüringer Philharmonie Gotha-Eisenach. Mit viel Sachkenntnis und Hintergrundwissen führte Claudia Grundmann durch das Programm des Abends und hielt einige interessante Details für die Besucher bereit. Die Veranstaltung hatte auch den Künstlern viel Spaß gemacht. Nach zahlreichen Zugaben wurden sie von den Opernfans mit stehendem Applaus verabschiedet.

Anfang des 20. Jahrhunderts stieg Caruso, aus einfachen Verhältnissen stammend, zu berühmtesten und bedeutendsten Tenor weltweit auf. Seinen riesigen Erfolg verdanke er nicht allein seinen unvergleichlichen Opernarien, sondern auch seinen wunderschönen, volkstümlichen Liedern aus dem Repertoire der „Canzone napoletana“, darunter insbesondere „O sole mio“ von Eduardo Di Capua, der weltweiten Ruhm durch Carusos Interpretation erlangte.