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Letzte Aktualisierung: 27.09.2021

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Fünf sehenswerte Destinationen für einen Kurztrip von Frankfurt aus

von Bernd Bauschmann

(23.07.2021) Auch die eigene Heimat lädt ein, sie im Urlaub noch besser kennenzulernen. Wie wäre es also, einmal die freien Tage im Lande zu bleiben und eine besonders reizvolle Ecke der schönen Heimat zu erkunden? Davon hat Deutschland wahrlich im Überfluss! Im Folgenden werden fünf Städte und Regionen vorgestellt, die von Frankfurt aus in maximal drei Stunden per Auto oder Zug erreichbar und einen Besuch allemal wert sind!

Bildergalerie
Die von den Römern erbaute Porta Nigra gehört zu den ältesten Bauwerken Deutschlands.
Foto: Pixabay / Hafu1961
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Die bei Eisenach gelegene Wartburg hat eine abwechslungsreiche Geschichte hinter sich.
Foto: Pixabay / Chorengel-1213726
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Malerische Kulisse von Bamberg am Fluß Regnitz
Foto: Pixabay / Blende12
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(1) Trier und das Moseltal

Nur etwas mehr als zwei Autostunden trennen Frankfurt von Deutschlands ältester Stadt Trier. Die vor über 2000 Jahren von den Römern gegründete Stadt an der Mosel trägt in ihrem Stadtbild auch heute noch unverkennbar die Handschrift der Römer. In Trier gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu entdecken, von denen die bekannteste zweifellos die Porta Nigra ist. Das „Schwarze Tor“ gilt als das am besten erhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen und darf bei einer Besichtigung Triers nicht fehlen. Gleichzeitig bildet die Porta Nigra den idealen Ausgangspunkt, um zu weiteren Highlights der Stadt zu gelangen. Zu diesen zählen mit den Kaiserthermen und der Konstantinbasilika zwei weitere römische Bauwerke. Aber auch der beeindruckende St. Peter Dom sowie das Rheinische Landesmuseum sind einen Besuch wert. Wer irgendwann nach so viel Sightseeing pflastermüde ist, fährt ein Stück moselabwärts nach Bernkastel-Kues oder Traben-Trarbach und lässt sich zwischen Weinbergen edlen Moselwein und deftige pfälzische Leckereien schmecken.

(2) In Ulm, um Ulm und um Ulm herum

Ein Trip nach Ulm an der Donau lohnt sich allein deshalb, weil die Stadt mit gleich zwei Rekorden aufwarten kann, denn in Ulm steht jene Kirche, die den mit 161 Metern höchste Kirchturm der Welt besitzt. Seine Besteigung ist mit 768 Stufen allerdings eine recht schweißtreibende Angelegenheit. Wer es jedoch schafft, wird mit einem atemberaubenden Blick über Ulm, das auf der anderen Donauseite gelegene Neu-Ulm und mit etwas Glück und klarem Wetter sogar auf die Alpen belohnt. Zu jedem Ulm-Besuch gehört ein Bummel durch die sehenswerte Altstadt, deren schönster Teil das Fischerviertel mit vielen malerischen Gassen und prachtvollen Fachwerkhäusern ist. Und nun geht es um den zweiten Rekord der Stadt Ulm, denn im Fischerviertel findet sich das sogenannte „Schiefe Haus“. In diesem befindet sich heute ein Hotel, das es als das schiefste Hotel der Welt ins Guinness Buch der Rekorde geschafft hat. Weitere Highlights der Ulmer Altstadt sind das Rathaus, das Grabenhäusle, der Metzgerturm und – etwas außerhalb des Zentrums gelegen – das Kloster Wiblingen mit seiner beeindruckenden Rokoko-Bibliothek. Wen es eher in die Natur zieht – sozusagen vor der Haustür Ulms liegt die Schwäbische Alb mit vielen Möglichkeiten der aktiven Freizeitgestaltung.

(3) Eisenach und das Tor zum Thüringer Wald

Das zu Füßen der Wartburg gelegene Eisenach in Thüringen wurde aus gutem Grund bereits mehrfach zum Drehort von TV-Serien und Spielfilmen gewählt. Die Stadt und ihre atemberaubend schöne Umgebung sind eine Kurzreise allemal wert. Hauptattraktion Eisenachs ist zweifellos die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Wartburg, die sich einer so vielfältigen Geschichte wie kaum eine andere deutsche Burg rühmen kann. In fast 1000 Jahren wurde die später heiliggesprochene Elisabeth von Thüringen zum Engel der Armen, lieferten sich die besten Minnesänger von nah und fern den berühmten Sängerkrieg und schuf Martin Luther mit seiner Bibelübersetzung die Grundlage für eine einheitliche deutsche Schriftsprache. Doch Eisenach hat mehr zu bieten als die Wartburg. Bei einem Bummel durch die gemütliche Altstadt entdecken Besucher gerne das Lutherhaus, in dem Martin Luther einige Jahre als Lateinschüler lebte, und das Geburtshaus des berühmtesten Sohnes der Stadt – Johann Sebastian Bachs. Auch Naturfreunde kommen in Eisenach und Umgebung voll auf ihre Kosten. Hier beginnt der Rennsteig durch den Thüringer Wald, hier können Outdoorfreaks die Drachenschlucht durchqueren oder am Baumwipfelpfad im nahegelegenen Nationalpark Hainich wandeln. Wen es aufs Wasser zieht, kann das malerische Werratal mit einem Kanu durchwandern.


Die bei Eisenach gelegene Wartburg hat eine abwechslungsreiche Geschichte hinter sich.
Foto: Pixabay / Chorengel-1213726
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(4) Bamberg und das weltbeste Bier

Bamberg zählt mit Fug und Recht zu den schönsten Städten Deutschlands, die ihre Besucher mit einmaligen historischen Sehenswürdigkeiten und Attraktionen verzaubert. Die Welterbestadt verfügt mit sage und schreibe rund 2400 Häusern über das größte erhaltene Altstadtensemble Europas. Bamberg muss nicht einmal den Vergleich mit den schönsten Städten Italiens scheuen. Da es wie Rom auf sieben Hügeln erbaut wurde, wird es auch als Fränkisches Rom bezeichnet. Das Fischerviertel mit den malerisch an der Regnitz gelegenen Fachwerkhäusern, wo Besucher sich mit echt venezianischen Gondeln durch die Altstadt schippern lassen können, ist hingegen als Klein-Venedig bekannt. Und noch einen dritten Spitznamen kann Bamberg verzeichnen, nämlich die Hauptstadt des Bieres. Bereits im Jahre 1093 wurde hier der erste Bierausschank urkundlich erwähnt. In Bamberg und Umgebung gibt es eine besonders hohe Dichte an Brauereien und zahlreiche gemütliche Biergärten und Bierkeller. Wen es eher ins Grüne zieht, wird die vor den Toren Bambergs gelegene Fränkische Toskana mit ihren lieblichen Hügeln und romantischen Weinbergen lieben.


Malerische Kulisse von Bamberg am Fluß Regnitz
Foto: Pixabay / Blende12
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(5) Hann. Münden – wo sich zwei Flüsse küssen

Idyllisch eingebettet ins südliche Weserbergland, liegt die Dreiflüssestadt Hann. Münden am Zusammenfluss von Werra und Fulda, die nun als Weser ihren Weg in Richtung Nordsee nimmt. Die Stadt, die früher auch als Hannoversch Münden bekannt war, bietet mit ihrer einzigartigen Altstadt und wunderschönen Umgebung alles, was es zu einen rundum gelungenen Kurzurlaub braucht. Hann. Münden zählt mit knapp 25.000 Einwohnern nicht zu den größten Städten, verfügt aber über ein geschlossenes Ensemble von beachtlichen rund 700 Fachwerkhäusern aus sechs Jahrhunderten, die in ihrer Schönheit und Einzigartigkeit ihresgleichen suchen. Neben den Fachwerkhäusern zählen das Welfenschloss, das Rathaus, die beiden beeindruckenden Kirchenbauten St. Aegidien und St. Blasius sowie Teile der Stadtmauer zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Aber auch die Umgebung Hann. Mündens hat eine Menge zu bieten. Der 45.000 Hektar große Naturpark Münden ist einer der ältesten Naturparks unseres Landes. Hier bieten die Flüsse Werra, Fulda und Weser sowie der Kaufunger und der Reinhardswald mit einem großen Buchen- und Eichenwaldbestand allen Naturliebhabern großartige Wanderwege zu Wasser und zu Land.