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Letzte Aktualisierung: 27.05.2020

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Friedhöfe, Sitzbänke, Feldwege – Hofheims Bauhof arbeitet Rückstände mit Nachdruck auf

von Adolf Albus

(15.05.2020) Zahlreiche Aufgaben konnte der städtische Bauhof in den vergangenen acht Wochen nicht erledigen, weil das Team fast ausschließlich mit Arbeiten rund um die Corona-Pandemie beschäftigt und zudem im Schichtsystem eingesetzt war. Nun arbeitet das komplette 45-köpfige Bauhof-Team mit Nachdruck daran, den Rückstand aufzuholen.

„Wir haben auch Beschwerden über zugegeben unschöne Stellen im Stadtgebiet erhalten. Sicher haben die Absender nicht bedacht, dass seit Mitte März auch der Bauhof seine gesamte Arbeit und seinen Personaleinsatz umorganisieren und die Prioritäten anders setzen musste. Wir selbst, auch das Bauhof-Team, waren damit selbst nicht zufrieden, aber haben in dieser schwierigen Lage das Bestmögliche erreicht. Nun kann niemand erwarten, dass wir in wenigen Tagen alle zurückgestellten Arbeiten aus zwei Monaten aufholen“, erklärt der für den Bauhof zuständige Stadtrat Bernhard Köppler.

Bürgermeister Christian Vogt sieht es „grundsätzlich positiv, dass Bürgerinnen und Bürger mit offenen Augen durch ihre Stadt gehen und Makel melden. In dieser besonderen Zeit sind manche Beschwerden aber über das Ziel hinausgeschossen. Das Bauhof-Team leistet eine hervorragende Arbeit und ist hochmotiviert, das Stadtbild in Ordnung zu halten. Jetzt brauchen wir etwas Geduld, bis alle öffentlichen Flächen wieder wie gewohnt gut und gepflegt aussehen.“

Vorrang haben aktuell die Friedhöfe im Stadtgebiet, wo zusätzlich die Wärme im April und die aktuellen Niederschläge für ein rasantes Wachstum von Rasen und Unkraut gesorgt haben. Die Mäharbeiten und die Grundpflege sollen auf allen Friedhöfen bis Ende nächster Woche (bis 22. Mai) abgeschlossen werden.

Parallel dazu wird im Stadtgebiet die Sommerbepflanzung vorbereitet. Hierzu werden in der kommenden Woche die Pflanzen erwartet und dann ihren Platz in Beeten, Kästen und anderen Pflanzgefäßen finden.

Auch die Bearbeitung der Sitzbänke „hinkt“ hinterher. Sie wird gestaffelt erledigt: Wo viele Menschen unterwegs sind, werden die Bänke zuerst einsatzbereit gemacht. In den kommenden Wochen sollen sie überall wieder zur Ruhepause einladen.

In der nächsten Woche, ab 18. Mai, beginnen auch die Arbeiten an den Feldwegen. Die Randstreifen entlang der Felder werden, soweit sie der Stadt gehören, links und rechts wieder freigeschnitten, so dass die Fuß- und Radwege nicht mehr eingeengt werden.

Ebenso steht dringend die Reinigung der Gräben und Rinnen an. Unter diesem Aspekt hat es gepasst, dass es im April sehr trocken war. So gab es keine Probleme mit überlaufenden und verstopften Abflüssen. Damit der nächste richtig starke Regen abfließen kann, ist es wichtig die Gräben und Rinnen frei zu machen – auch diese „unsichtbare“ Arbeit ist unverzichtbar.

Erfreulich ist, dass sich in den öffentlichen Behältern deutlich weniger Müll sammelt als noch vor zwei Wochen. Da reichte es kaum aus, dass der Bauhof die Müllbehälter in der Innenstadt und an beliebten Ausflugszielen sechs Mal die Woche geleert hatte. Ebenso erfreulich ist, dass seit der vergangenen Woche auch weniger illegal entsorgter Müll gesammelt werden muss.

Dies entlastet den Bauhof etwas, doch es müssen wieder alle regelmäßig anstehenden Aufgaben erledigt werden. Dazu gehören neben dem Leeren der Müllbehälter zum Beispiel auch: Straßen und Plätzen reinigen, das Wochenmarkt-Gelände absperren, Pflanzflächen pflegen und Bäume gießen, Löcher in Straßen flicken, Spielplätze reinigen und teilweise überarbeiten – eben alles, was dazu gehört, damit das Leben im schönen Hofheim wieder in „normale“ Bahnen gelenkt wird.