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Letzte Aktualisierung: 29.05.2020

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Freundschaftsflagge für diplomatische Beziehungen mit Israel

von Ilse Romahn

(13.05.2020) Stadtoberhaupt und Kirchendezernent erinnern an 55 Jahre diplomatische Beziehungen mit Israel.

Bürgermeister Uwe Becker und Oberbürgermeister Peter Feldmann hissen die israelische Flagge am Rathaus: Vor 55 Jahren, am 12. Mai 1965 haben Deutschland und Israel diplomatische Beziehungen aufgenommen
Foto: Stadt Frankfurt / Bernd Kammerer
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Vor 55 Jahren, am 12. Mai 1965, haben Deutschland und Israel diplomatische Beziehungen aufgenommen. Anlässlich dieses Jahrestages hat Frankfurt am Main als Zeichen der Verbundenheit die israelische Flagge am Römer gehisst. Frankfurt unterstreicht damit die Freundschaft zwischen Deutschland und Israel und setzt, wenige Tage nach dem Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkriegs, ein Zeichen gegen Antisemitismus.

Aufgerufen zu der Aktion hatte die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG). 1966 bundesweit gegründet, setzt sich diese seither in überparteilicher Zusammenarbeit für Solidarität mit Israel und seiner Bevölkerung ein. Die Frankfurter Arbeitsgemeinschaft der DIG feierte im November 2019 ihr 40-jähriges Bestehen. Sie engagiert sich zugleich intensiv für die Förderung der Beziehungen zu Frankfurts Partnerstadt Tel Aviv.

„Vor dem Hintergrund der besonderen historischen Verantwortung unseres Landes und unserer Stadt stehen wir in Solidarität an der Seite Israels“, sagt Oberbürgermeister Peter Feldmann. „Die Aufnahme der diplomatischen Beziehungen vor 55 Jahren war keine Selbstverständlichkeit und eröffnete uns neue Chancen. Frankfurt am Main ist dankbar für die daraus möglich gewordene Städtepartnerschaft mit Tel Aviv. Wir sind stolz darauf, in diesem Jahr das 40-jährige Bestehen dieser äußerst lebendigen und vielfältigen Städteverbindung feiern zu können. Wenngleich die gemeinsamen Feierlichkeiten, die wir für diese Woche zusammen mit unseren israelischen Freunden in Frankfurt geplant hatten, aufgrund der Pandemie leider nicht stattfinden können, so werden wir diese gewiss so bald wie möglich nachholen“, sagte der Oberbürgermeister.

„Die deutsch-israelische Freundschaft ist gerade für die Stadt Frankfurt als Partnerstadt von Tel Aviv von ganz besonderem Stellenwert. Aus der historischen Schuld Deutschlands für die Verbrechen der Schoah ist eine historische Verantwortung für die Gestaltung einer gemeinsamen Zukunft geworden, für die unsere Staatsräson gegenüber Israel ein besonderer Ausdruck ist. Der Beginn der diplomatischen Beziehungen vor nunmehr 55 Jahren hat 1965 eine Brücke geschaffen, die den Weg von Annäherung über Aussöhnung bis hin zur heutigen Partnerschaft möglich gemacht hat. Uns erfüllt das enorme Vertrauen, das der jüdische Staat damals Deutschland gegenüber gezeigt hat, auch heute noch mit großer Dankbarkeit. Umso wichtiger ist es, dass wir diese besonderen Beziehungen zu Israel auch in unserem praktischen Handeln leben und nach außen zeigen“, betonte Bürgermeister Uwe Becker. (ffm)