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Freizeitpark: Weiter schockierendes Parkverhalten

55 Euro Strafe für jeden Falschparkenden

„Das kann wirklich nicht wahr sein“, ärgert sich der Erste Beigeordnete Franz Jirasek. Kaum ist es über 30 Grad warm, parken Besucher des Freizeitparks beziehungsweise des Parkbades wo sie wollen: auf Wegen des Parks, auf Wiesenflächen, auf Hydranten und Zick-Zack-Linien.

„Anscheinend ohne nachzudenken“, so Jirasek. Denn nicht nur die Feuerwehr wäre im Brandfall erneut nicht an den falsch parkenden Autos vorbeigekommen, auch aufgrund der hohen Waldbrandgefahr sei es absolut fahrlässig, auf ausgetrockneten Wiesenflächen zu parken – abgesehen von der optischen „Verschandelung des Parks“. Um die Parksituation zu entzerren, hatte die Gemeinde zur Eröffnung der Parkbadsaison extra den Festplatz für parkende Autos geöffnet. Doch auch hier werden Parkregeln nicht eingehalten, sogar in der Wetterschutzhütte wurde schon ein Auto abgestellt.

Zahlreiche Bilder der Hilfspolizisten zeigen: Sogar eigens aufgrund der vielen Falschparkenden angebrachte Flatterbänder werden „überfahren“ oder heruntergedrückt, um das Auto dreist dahinter zu parken. „Wir werden weiter regelmäßig kontrollieren“, so Ordnungsamtsleiter Volker Kaufmann. Am Sonntag und auch am heißen Dienstag musste die Krifteler Hilfspolizei, die zudem mehrfach beleidigt wurde, jeweils fast 40 Verwarnungen ausstellen. Die Bußgelder für überparkte Hydranten oder Zick-Zack-Linien sind keine "Kleinigkeit": Das Parken auf Wiesenflächen „kostet“ zum Beispiel 55 Euro.