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Letzte Aktualisierung: 18.06.2021

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Freizeitkarte zur Regionalpark Niddaroute neu aufgelegt

von Ilse Romahn

(08.06.2021) Der Regionalpark RheinMain hat die fünfte Auflage der beliebten Freizeitkarte zur Niddaroute herausgegeben. Die Karte ist komplett überarbeitet und stellt zudem fünf neue Regionalpark-Erlebnispunkte und -Projekte vor.

Cover Freizeitkarte zur Regionalpark Niddaroute
Foto: Regionalpark RheinMain
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Präsentiert wurde die neue Karte am Wagen der Regionalpark-Wanderbienen. Er steht am Niddaufer in Karben und gibt Naturfreunden noch vier Wochen lang die Gelegenheit, die Bienen bei ihrer Arbeit zu beobachten. Danach geht ihre Reise entlang der Regionalpark Rundroute weiter.

Die Nidda ist ein Fluss der Gegensätze: Ihre Quelle liegt im idyllischen Naturpark Hoher Vogelsberg, ihre Mündung in der pulsierenden Mainmetropole Frankfurt. Dazwischen liegen über 90 Kilometer Landschaft voller Kontraste. Der Regionalpark RheinMain hat es sich zum Ziel gemacht, Landschaften der Region erlebbar zu machen. Inzwischen ist daraus ein Netz attraktiver Regionalparkrouten entstanden, zu denen auch die Niddaroute gehört.

„Entlang der Regionalpark Niddaroute lässt sich der Wechsel der Landschaft anschaulich erleben“, sagte Matthias Walther, Kreisbeigeordneter des Wetteraukreises und Aufsichtsratsmitglied des Regionalparks RheinMain bei der Präsentation in Karben. „Die neue Freizeitkarte bietet Vorschläge für verschiedene Touren und Wege, die zu vielen besonderen Ecken der Region führen. Sie lädt dazu ein, die Kultur- und Naturlandschaft mit offenen Augen zu erleben.“

Die Nidda wurde in der Vergangenheit stark ausgebaut und begradigt. Inzwischen ist viel verändert worden, „die an verschiedenen Stellen bereits erfolgten Renaturierungen geben dem Fluss nun einen Teil seiner ursprünglichen Dynamik und Artenvielfalt zurück“, so Matthias Walther.

Das größte und umfangreichste neue Regionalparkprojekt ist die Renaturierung der Nidda in Karben. Rund 60.000 Kubikmeter Erde wurden in den Jahren 2018 bis 2019 im Karbener Stadtgebiet bewegt, um den Fluss aus seinem engen Korsett zu befreien und ihm mehr Platz zur Neugestaltung der Uferbereiche zu geben. Für Ekkehardt Böing, Geschäftsführer des Zweckverbands Niddaroute, Grund zur Freude: „Gerade hier, an der Nidda in Karben, sind Flussverlauf und Uferböschungen nun sehr vielseitig strukturiert. Zudem hat die Stadt Karben vielfältige Freizeit- und Sportmöglichkeiten geschaffen, wie zum Beispiel den beliebten Skatepark mit Parcours, der aktuell erweitert wird.“

Fünf neue Regionalpark-Erlebnispunkte
Einer der fünf neuen Erlebnispunkte ist der sanft modellierte Freizeitbereich südlich der Innenstadt, direkt am Ufer: die „Wiesenterrassen Karben“. Holzdecks und eine neue Boulebahn laden zum Aufenthalt ein. Mit Erfolg, denn die „Wiesenterrassen“ werden seit ihrer Fertigstellung im Frühjahr 2020 bereits intensiv genutzt.

Ein weiterer Erlebnispunkt ist der Johanniterpark im Stadtzentrum von Nidda, der gleichnamigen Stadt am Fluss. An der Route wird auf die historische Ansiedlung des Johanniter-Ordens verwiesen. Der erhaltene Turm wurde 2012/2013 aufwändig restauriert und neu gedeckt. Nach archäologischen Grabungen wurde bei der Neugestaltung des Parks auch der Grundriss der ehemaligen Pfeilerbasilika wieder erlebbar gemacht. Schautafeln informieren über Geschichte und Architektur dieses Ortes, der einer der beiden ältesten Siedlungskerne Niddas ist.

Ebenfalls sehenswert ist der Regionalpark-Erlebnispunkt „Sandsteinbruch am Rotheberg“, nahe der Bad Vilbeler Wasserburg. Der zentral und doch verborgen liegende Ort hat eine ganz besondere Atmosphäre. Eindrucksvoll öffnet sich hier der Blick auf geologische Formationen, noch bis ins frühe 20. Jahrhundert wurde hier Sandstein abgebaut. Heute wird der Steinbruch von Ziegen beweidet, die offene, sonnige Lichtung gewährt geschützten Arten einen wichtigen Lebensraum.

Kurz vor der Mündung der Nidda in den Main liegt der Erlebnispunkt „Höchster Wehr“, das unterste der sechs Frankfurter Niddawehre. Das alte Wehr war eine Barriere für Fische, wie Meerforellen, Barben oder Nasen bei ihrer Wanderung flussaufwärts. Die Stadt Frankfurt ließ es 2013 umbauen und durch ein schräg in den Fluss gestelltes festes Streichwehr, an das sich ein Wildwasser-Bypass anschließt ersetzen. Er hat ein geringes Sohlgefälle, so dass die Fische hier aufsteigen können.

Kjell Schmidt, Geschäftsführer der Regionalpark Ballungsraum RheinMain GmbH erläutert: „Neben den neuen Erlebnispunkten gibt es zahlreiche weitere spannende Orte und Projekte, die auf der Rückseite der Freizeitkarte vorgestellt werden. Die Regionalpark-Freizeitkarten sind unser Markenzeichen. Die Freizeitkarte Niddaroute ist nur eine von insgesamt neun verschiedenen Kartenblättern, die der Regionalpark inzwischen veröffentlicht hat. In regelmäßigen Abständen werden sie überarbeitet und neu aufgelegt.“

Gedruckt in einer Auflage von 30.000 Exemplaren ist das Kartenblatt ab sofort erhältlich. Parallel dazu gibt der Zweckverband Regionalpark Niddaroute die Anbieterbroschüre heraus, in der zahlreiche Gastronomen, Übernachtungsmöglichkeiten, Freizeitangebote, Vereins- und Kulturangebote entlang der Niddaroute dargestellt sind.

Alle Regionalpark Freizeitkarten sowie zahlreiche weitere Informationen gibt es kostenlos in den Regionalpark Portalen Weilbacher Kiesgruben und Wetterpark Offenbach, sowie gegen Zusendung eines mit 2,70 Euro frankierten Rückumschlags an: Regionalpark Ballungsraum RheinMain GmbH, Frankfurter Straße 76, 65439 Flörsheim am Main.

Weitere Informationen unter: www.regionalpark-rheinmain.de