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Letzte Aktualisierung: 01.07.2022

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Frankfurts Umgang mit seinem baulichen Erbe

Vortrag: Bewahren, rekonstruieren, umnutzen, abreißen

von Ilse Romahn

(18.05.2022) In wenigen deutschen Großstädten wird so viel abgerissen, umgenutzt und neu gebaut wie in Frankfurt. Über diesen Umgang mit Frankfurts baulichem Erbe spricht Matthias Alexander am Montag, 23. Mai, im Institut für Stadtgeschichte unter dem Titel „Bewahren, rekonstruieren, umnutzen, abreißen“.

Sein Vortrag ist Teil der Vortragsreihe „Wie sich Frankfurt erinnert. Vom Umgang mit Geschichte“, welche die Gesellschaft für Frankfurter Geschichte zusammen mit dem Institut für Stadtgeschichte veranstaltet.
 
Matthias Alexander – stellvertretender Ressortleiter des Feuilletons der Frankfurter Allgemeinen Zeitung – zeigt, dass der Umgang mit dem baulichen Erbe in der Stadt zwiespältig empfunden wird: Ansehnlichen Neubauten, für die gesichtslose Gebäude fallen mussten, steht der Verlust von bedeutender Bausubstanz gegenüber, die Allerweltsarchitektur gewichen ist. Der permanente Wandel des Stadtbildes hat das Bedürfnis nach einer Rückbesinnung auf die Geschichte gestärkt, abzulesen an Rekonstruktionen, die wiederum von Kritikern als Geschichtsfälschung abgelehnt werden.
 
Ein Ende der Debatten ist nicht in Sicht: Im Fall der Städtischen Bühnen wird um die Frage von Erhalt oder Neubau gestritten, und mit Blick auf die Paulskirche gibt es Forderungen nach einer Orientierung am historischen Zustand. Der Vortrag wird sich der Frage widmen, welchen Mustern die Entscheidungen über das Bauerbe folgen und einen Ausblick auf die Zukunft wagen, in der die Bemühungen um Klimaneutralität den Umgang mit dem Gebäudebestand maßgeblich beeinflussen werden.
 
Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im Dormitorium des Karmeliterklosters, Münzgasse 9. Die Teilnahme kostet vier Euro, ermäßigt drei Euro. Reservierungen sind über das Online-Reservierungsportal pretix.eu/isgfrankfurt/ möglich. Um das Tragen einer medizinischen Maske wird gebeten. (ffm)