Das Online-Gesellschaftsmagazin aus Frankfurt am Main

Letzte Aktualisierung: 26.02.2020

Werbung
Werbung

Frankfurts kulturelle Schätze: Jahresrückblick des Denkmalamtes 2019

von Ilse Romahn

(12.02.2020) Frankfurt besitzt neben seinen bekannten historischen Wahrzeichen viele Kulturdenkmale, deren architektonische und künstlerische Qualität oft erst bei einer Sanierungs- oder Restaurierungsmaßnahme ans Licht kommen.

Circa 6000 Jahre alter menschlicher Schädel
Foto: Stadt Frankfurt / Denkmalamt
***

Auch die oftmals spektakulären Funde der Bodendenkmalpflege werden erst sichtbar, sobald eine Baumaßnahme ansteht und die Grabungstechniker das Baugebiet archäologisch untersuchen und bearbeiten.

Der diesjährige Jahresrückblick am Dienstag, 18. Februar, widmet sich den Projekten der Bau- und Kunstdenkmalpflege sowie der Bodendenkmalpflege, die im Jahr 2019 vom Denkmalamt betreut wurden. Vorgestellt wird wieder eine Auswahl aus mehreren hundert Einzelmaßnahmen. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im Archäologischen Museum, Karmelitergasse 1. Der Vortrag ist kostenfrei.

Unter den sanierten Kulturdenkmalen wird über Projekte berichtet, deren äußere und innere Gestalt sich überaus erfreulich gewandelt hat. Hier sind unter anderem der Lange Hof in Bornheim zu nennen, ein im Kern aus der Renaissance stammendes Wohnhaus, ein Zinshaus im Bahnhofsviertel mit restaurierter neoklassizistischer Ausmalung im Vestibül sowie die Umwandlung eines Fechenheimer Luftschutzbunkers in ein Wohnhaus. Dieses ungewöhnliche Projekt wurde 2019 mit dem Titel: „Denkmal des Jahres“ gewürdigt.

Ein besonders spektakulärer Fund der Bodendenkmalpflege im Jahr 2019 war der circa 6000 Jahre alte menschliche Schädel, der bei einer Ausgrabung in Harheim geborgen wurde, oder das menschliche Idol aus Ton, ein steinzeitliches Kultobjekt, das bei Grabungsarbeiten in Nieder-Eschbach gesichert werden konnte.

Planungsdezernent Mike Josef wird das Grußwort sprechen, es folgen die Beiträge der Amtsleiterin und Leiterin der Bodendenkmalpflege, Andrea Hampel, sowie des Leiters der Abteilung Bau- und Kunstdenkmalpflege, Stefan Timpe.

Interessierte können sich bei der Veranstaltung über die Buchreihen des Denkmalamtes „Denkmalpflege in Frankfurt am Main – Sanierungs- und Restaurierungsprojekte“ sowie „Archäologie in Frankfurt am Main“ informieren. In den Publikationen sind viele Projekte aus den vergangenen Jahren abgebildet und beschrieben. (ffm)