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Letzte Aktualisierung: 26.11.2022

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Frankfurter Weihnachtsmarkt beginnt am Montag

Zwei Millionen Besucher erwartet

von Karl-Heinz Stier

(18.11.2022) Der Frankfurter Weihnachtsmarkt ist einer der ältesten und größten Deutschlands. Umrahmt von den Kulissen von Römerberg und Paulskirche erstrecken sich die 207 weihnachtlich dekorierten Stände bis zum Mainufer, zum Stoltze-Platz und zur Hauptwache.

Bildergalerie
Bürgermeisterin Eskandari-Grünberg und Geschäftsführer Feda verkünden Einzelheiten zum diesjährigen Weihnachtsmarkt
Foto: Karl-Heinz Stier
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Der diesjährige Weihnachtsbaum namens Manni
Foto: Karl-Heinz Stier
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So sieht die Glühweintasse 2022 aus
Foto: Karl-Heinz Stier
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Der Frankfurter Weihnachtsmarkt beim Aufbau
Foto: Karl-Heinz Stier
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Seit vorigem Jahr gehört der Roßmarkt in der Innenstadt dazu. Vor der urbanen Hochhauskulisse wartet dieses Jahr ein echtes Highlight auf die Weihnachtsmarkt-Gäste: eine 16 Meter hohe Weihnachtspyramide. Das Ausmaß reicht „von 1,4 Kilometer von oben bis unten“ – wie Thomas Feda von der Tourismus+Congress GmbH  feststellte.

Offiziell eröffnet wird der Weihnachtsmarkt am Montag, 21.November, um 17.05 Uhr mit dem Glockenspiel von der Nikolaikirche. Die Ansprache hält dann Bürgermeisterin Dr. Nargess Eskandari-Grünberg („Wir haben den schönsten Weihnachtsmarkt mit internationaler Bedeutung“). Bis zum 22. Dezember hat der Markt täglich von 10 bis 21 Uhr geöffnet, sonntags von 11 bis 21 Uhr.

Angeboten werden klassische Artikel wie Weihnachtsschmuck und -dekorationen, Kerzen oder auch neuzeitliches Kunsthandwerk. 40 % entfallen auf Verkaufsstände (Kunstwerke), 40 weitere Prozent auf Gastrostände- und -häuser, zudem gibt es 5 Fahrgeschäfte.

Vom reinen Verkaufsmarkt hat er sich zum Treffpunkt vieler Menschen gewandelt. Dazu laden Glühweinstände, Imbissangebote in großer Vielfalt und beheizten Gaststuben ein. Das kulinarische Angebot besteht aus Frankfurter Spezialitäten wie Beth –und Quetschemännchen oder rustikale Produkte wie Maronen, Waffeln, Reibekuchen oder Grillspezialitäten.

Lange Zeit war der Frankfurter „Christkindchesmarkt“ - 1393 erstmals urkundlich erwähnt -  eine reine Frankfurter Angelegenheit. Fremde wurden als Händler nicht zugelassen. Dadurch bekam der Markt in seiner Entwicklung ein typisch Frankfurter Gepräge. Beste Handwerksware wurde angeboten, daneben Spielsachen, Süßigkeiten und weihnachtliche Geschenke. Bis in die siebziger Jahre des 19.Jahrhunderts war es üblich, dass Frankfurter Eltern das Spielzeug für ihre Kinder ausschließlich auf dem Weihnachtsmarkt kauften.

Der Weihnachtsbaum ist alljährlich das Wahrzeichen des Frankfurter Weihnachtsmarktes. Er erfüllt den Römerberg durch seine 4 000 funkelnden LED-Lichter mit Weihnachtsstimmung. Im Vergleich zu früheren Wahrzeichen ist er kleiner. Er kommt aus Lohrhaupten im Spessart und heißt „Manni“, abgeleitet vom alemannischen Vornamen Manfred, was Mann des Friedens bedeutet. Die Fichte ist etwas 70 Jahre alt, 25 Meter hoch und  6,4 Tonnen schwer.

Eine weitere Attraktion ist die alljährliche Glühweintasse. Diesmal verweist sie auf das Jubiläum 175 Jahre Deutsche Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche im nächsten Jahr hin. Die mattschwarze Tasse ziert eine Abbildung der Paulskirche in  Gold. Im roten Innendekor sind die historischen Daten von Nationalversammlung und dem Verfassungsjubiläum 2024 aufgeführt.

Es gibt an Veranstaltungen: 13 Adventskonzerte unter dem Thema „Internationale Weihnacht“ auf der Bühne Römerberg, freitags, samstags und sonntags jeweils 17.10 Uhr. Außerdem tägliches Glockenspiel von der Nikolaikirche und das „Frankfurter Stadtgeläut“ mit 50 Glocken aus 10 Kirchen am 26. November von 16.30 bis 17 Uhr und am 24. Dezember von 17 bis 17.30 Uhr.

Gästeführer zeigen täglich um 17 Uhr in einem einstündigen Rundgang die verwinkelten Gassen und Plätze der neuen Altstadt und die Teilnehmer erfahren Allerlei über das Ensemble aus 15 Rekonstruktionen sowie 20 Neubauten. Geschäftsführer Feda nimmt dies zum Anlass auf die Besucherzusammensetzung beim Frankfurter Weihnachtsmarkt hinzuweisen. Danach kommen 50 Prozent der Gäste aus Frankfurt, die andere Hälfte von auswärts bis zu einem Abstand von 150 Kilometer weit weg von der Mainmetropole.

Und noch sind weitere Zahlen interessant z.B. zu welchem Zweck kommen die Besucher? 60 Prozent zum Essen und Trinken, 15 Prozent zum Bummeln und weitere 15 Prozent treffen sich gezielt auf dem Markt zum geselligen Beisammensein.