Frankfurter Opern- und Museumsorchester – Vorstellung der neuen Saison
Neue Akzente in der Dramaturgie und mehr direkter Kontakt mit dem Publikum
Höhepunkte sind zehn Sinfoniekonzerte - Wieder- und Neuentdeckungen der Musikgeschichte darunter von drei Komponistinnen, die das Frankfurter Opern- und Museumsorchester in der Alten Oper Frankfurt in der kommenden Saison interpretieren wird.
Die Herren Dr. Burkhard Bastuck, 1. Vorsitzender der Frankfurter Museums-Gesellschaft, Dr. Andreas Odenkirchen, stellv. Vorsitzender und Thomas Guggeis, GMD der Oper Frankfurt und künstlerischer Leiter der Museumskonzerte, begeistert über diese großen beglückenden Ereignisse, hatten zur Presskonferenz geladen und das Programm vorgestellt.
Der englische Dirigent Alexander Soddy eröffnet mit zwei Werken aus seiner Heimat die Saison. Darunter ist die sinfonische Dichtung Lamia der Komponistin und Pianistin Dorothy Gertrude Howell (1898-1982). Martin Stadtfeld, Jahrgang 1980, schon als Kind auf dem Konzertpodium, studierte in Frankfurt, wurde mehrfach ausgezeichnet und hat eine Professur inne, spielt das Klavierkonzert a-Moll op. 16 von Edvard Grieg (1843-1907).
Den Klang des Mittelalters mit Tönen der Komponistin Hildegard von Bingen (1098-1179) wird die Sopranistin Anna Prohaska a capella und eine Konzertarie von Mozart darbieten. Alexander Boukikov, Solohornist des Frankfurter Oper- und Museumsorchesters, ist in einem Schubert Werk zu hören. Thomas Guggeis betätigt sich als Pianist und Dirigent.
Von der Wiener Komponistin Johanna Müller-Hermann (1868-1941) wird die Heroische Ouvertüre op.21 erklingen. Außerdem kann man sich freuen auf das Konzert für Violoncello und Blasorchester vom Österreicher Friedrich Gulda (1930-2000). Interpret ist Kian Soltani, Dirigent Thomas Guggeis.
Gustav Mahlers (1860-1911) Sinfonie Nr.2 c-Moll, die so genannte Auferstehungssinfonie, unter Leitung von Thomas Guggeis mit der Sopranistin Nombulelo Yende und der Mezzo-sopranistin Zanda Švēde, beide Stars des Opernhaus-Ensembles, und der Arbeitsgemein-schaft Frankfurter Chöre kommt bereits im Oktober 2026 in der Alten Oper zur Aufführung.
Weitere Höhepunkte:
Der leidenschaftlich-spielende französische Geiger Renaud Capuçon interpretiert die Partie im Konzert für Violine und Orchester Nr.1 D-Dur op.19 von Sergej Prokofjew (1891-1953). ‚Tanzende Märchen’ sind Schwerpunkt.
Der junge italienisch-slowenische Pianist Alexander Gadjiev und die ebenfalls junge, polnische Dirigentin Marta Gardolińska haben polnische Werke und Beethovens siebte Sinfonie im Programm.
Geigerin Carolin Widmann und Dirigent Mario Venzago werden kommen, ebenso Pianistin Gabriela Montero und Dirigent Giancarlo Guerrero.
Ingo de Haas, 1.Violine im Orchester, ist Frankfurt seit seinem zehnten Lebensjahr eng verbunden. Thomas Guggeis wird das „Frühlingskonzert“ leiten.
Der österreichische Klarinettist Daniel Ottensamer und Dirigentin Anna Rakitina aus einer ukrainisch-russischen Familie werden begeistern mit Werken von Carl Maria von Weber und mit Prokofjews Orchestersuite Romeo und Julia.
Kammerkonzerte in der Alten Oper: Beethovens großartige 16 Streichquartette gibt es in einem Zyklus – oft dabei das Aris Quartett, das dieses Projekt wie „die Besteigung eines musikalischen Mount Everest“ bezeichnet.
Es gibt Familienkonzerte, Weihnachtskonzerte, Gesprächskonzerte in Schulen – „Beethoven goes to school“. Vor 200 Jahren – 1827 – starb der Komponist. Weiterhin findet der MuseumsSalon, der auf eine alte musikalische Tradition zurückgreift, statt. Da öffnen private und gewerbliche Gastgeber für einen Abend ihre Wohn- und Geschäftsräume.
Ganz neu ist die Idee ‚Zwischenspiel‘, die GMD Thomas Guggeis in einigen Konzerten anbietet. Da geht es in der Pause um einige Minuten um gedankliche Impulse.
Einführungsgespräche werden Dr. Ulrike Kienzle und Dirigent Alfred Bauer wieder anbieten.
Junge Musikerinnen und Musiker werden von der Paul-Hindemith Akademie gefördert.
Das Frankfurter Opern- und Museumorchester war 2025 ‚Orchester des Jahres‘ (Kritikerumfrage der Zeitschrift Opernwelt.) Sicher besonderen Anteil hat daran Thomas Guggeis, der seit 2023 als Generalmusikdirektor am Pult steht.
Konzerte sind ein Betätigungsfeld des deutschen Spitzenorchesters. Ein zweites sind die Aufführungen in der Oper Frankfurt, die höchste Konzentration für das Bühnengeschehen erfordern. Vom Orchestergraben aus muss beherzt und mutig begleitet werden. Das gelingt einmalig.
Eine wichtige Änderung betrifft die Montagskonzerte in der Alten Oper. Nach Befragung von Konzertbesuchern wünschen sich die Meisten einen Konzertbeginn um 19,30 Uhr.
Eine musikalisch abwechslungsreiche Saison steht bevor.
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