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Letzte Aktualisierung: 19.02.2020

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Frankfurter Feuerwehr nutzt 'Twittergewitter' am europäischen Tag des Notrufs zur Aufklärung

von Helmut Poppe

(06.02.2020) Berufsfeuerwehren in ganz Deutschland informieren am europaweiten Tag des Notrufs, dem 11.2., mit einem "Twittergewitter" über den Alltag in der Leitstelle, im Rettungsdienst und bei Feuerwehreinsätzen. Die Frankfurter Feuerwehr ist wie immer ganz vorne dabei - und hat einiges zu zeigen und zu berichten.

Mehr als 1.000 Notrufe gehen Tag für Tag in der zentralen Leitstelle der Stadt Frankfurt am Main ein, die alle Feuerwehr- und Rettungsdiensteinsätze für das Stadtgebiet koordiniert.
Foto: Feuerwehr Frankfurt
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Mehr als 1.000 Notrufe gehen Tag für Tag in der zentralen Leitstelle der Stadt Frankfurt am Main ein, die alle Feuerwehr- und Rettungsdiensteinsätze für das Stadtgebiet koordiniert. Einsatzkräfte, Spezialfahrzeuge rücken aus, helfen, retten, verlegen in Krankenhäuser. Am Tag des Notrufs, dem 11.2. können das alle Frankfurter auf Twitter live verfolgen: "Wir zeigen, was auf unseren Wachen an jedem gewöhnlichen Tag so alles passiert, damit Menschen eine Vorstellung davon erhalten, was passiert, wenn sie die 112 anrufen und wie wir arbeiten", sagt Andreas Mohn von der Pressestelle der Feuerwehr Frankfurt am Main.

Ziel des Tags des Notrufs ist es, die europaweit einheitliche gebührenfreie Notrufnummer 112 noch bekannter zu machen. Viele Menschen wissen nämlich fast 30 Jahre nach der Einführung noch nicht, dass sie im Italien-Urlaub bei einem Notfall einfach die 112 wählen können. Im Moment liegt aber zum Beispiel auch die Frage nahe, was mit dem Notruf in Großbritannien nach dem Brexit passiert. Die Antwort lautet, die 112 bleibt dort weiter nutzbar.

Die Feuerwehr Frankfurt will die Gelegenheit auch nutzen, um einmal mehr über AML zu informieren - eine neue Technologie, die sie als einen der ersten Feuerwehren eingeführt hat. AML (Advanced Mobile Location) ermöglicht, dass beim Anruf der 112 mit einem neueren Mobiltelefon das Gerät Standortdaten automatisch an die Leitstelle sendet. "Gerade in einer Stadt wie Frankfurt am Main, in der täglich auch tausende Touristen unterwegs sind, die möglicherweise nicht gut genug deutsch oder englisch sprechen können und natürlich für alle anderen Hilfesuchenden, die - aus Ortsunkenntnis oder Verunsicherung durch die Notlage - nicht sagen können, wo genau sie sich befinden, spart AML oft wertvolle Minuten", betont Sicherheitsdezernent Markus Frank und ergänzt: "Dies kann in manchen Fällen auch Leben retten!"

Auch allgemein gibt es Informationsbedarf zum Thema Notruf. Welche Informationen brauchen die Leitstellen-Mitarbeiter, damit sie schnell Hilfe an den richtigen Ort schicken können? Aber auch: Wann rufe ich die 112 an, wann besser den Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der 116117? Und wie verhindere ich einen versehentlichen Hosentaschenanruf? "Fehlanrufe haben leider einen sehr hohen Anteil unter den eingehenden Notrufen. Im Zweifel bindet das Mittel und Zeit, die wir an anderer Stelle bräuchten, um Menschen in großer Not zu helfen", erklärt der Direktor der Frankfurter Branddirektion Karl-Heinz Frank.

Der Kurznachrichtendienst Twitter eignet sich gut, um den Alltag in den Bereichen von Feuerwehr und Rettungsdienst mit Bildern und kurzen Texten quasi live wiederzugeben. Der Feuerwehr Frankfurt folgen hier mittlerweile über 111.000 Menschen. Und jeder Internetnutzer kann - auch ohne sich bei Twitter zu registrieren - die Beiträge sehen. Der Hashtag für die Posts aller teilnehmenden Feuerwehren lautet #112live, die Frankfurter Meldungen sind zudem mit #Frankfurt112 markiert. Der Account lautet: http://www.twitter.com/feuerwehrffm. (ots)