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Letzte Aktualisierung: 21.01.2021

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Frankfurter Bürgerstiftung: Kultur auch in Zeiten eines Lockdowns möglich

von Ilse Romahn

(27.11.2020) Die Frankfurter Bürgerstiftung macht die Fenster des Holzhausenschlösschens auf, wenn die Türen zu bleiben und bringt ihr Haus zum Leuchten. Kultur ist auch in Zeiten eines Lockdowns möglich!

Adventskalender im Holzhausenschlösschen
Foto: Frankfurter Bürgerstiftung
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Nachdem die Frankfurter Bürgerstiftung ihr Kulturprogramm im September gerade erst behutsam wieder starten konnte, müssen seit November aufgrund der Bestimmungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie die Türen für das Publikum wieder geschlossen und die gesamten geplanten Veranstaltungen abgesagt bzw. umorganisiert werden.

Doch die Frankfurter Bürgerstiftung bleibt im und um das Holzhausenschlösschen nicht still, sondern öffnet immer wieder einige ihrer 86 Fenster und bringt ihr Haus zum Leuchten. Damit zeigt sie, dass Kultur auch in Zeiten eines Lockdowns möglich ist und sie für die Unterstützung der Kulturschaffenden etwas tun kann. Mit den der Corona-Pandemie angepassten Veranstaltungsformaten verschafft sie Kunst- und Kultschaffenden „Gehör“ respektive „Sichtbarkeit“ und gleichzeitig finanzielle Unterstützung. Die Frankfurter Bürgerstiftung kann ihre vielfältigen Projekte nur mit der Unterstützung ihrer Freunde und Förderer umsetzen und so ist jede Spende willkommen. Spendenkonto der Frankfurter Bürgerstiftung: Frankfurter Sparkasse IBAN DE76 5005 0201 0000 2662 99.

Pünktlich am 1. Dezember, 17.00 Uhr lädt sie zur Öffnung des ersten „Türchens“ des in den Fenstern der Vorderseite des Holzhausenschlösschens arrangierten Adventskalenders mit musikalischer Begleitung durch die Frankfurter Bläserschule ein. Auf der Rückseite des Hauses stoßen anschließend verschiedene Künstler die Fenster zum Holzhausenpark auf. Unter dem Motto „Türen zu? – Fenster auf!“ singen und spielen um 17.30 Uhr und 19.00 Uhr virtuos und witzig aus den beleuchteten Fenstern heraus Sabine Fischmann, Ali Neander, Markus Neumeyer und Anselm Wild besinnlich-vorweihnachtliche Musik für mehrere Stimmen, Melodika, Gitarre, Klavier und Percussion und lassen den Park erklingen. Mit diesen Fensterkonzerten greift die Frankfurter Bürgerstiftung die Idee der Balkonkonzerte des ersten Lockdowns auf. Es geht auch ohne Balkon!

Weitere Termine sind für den 14., 15. 18. und 19. Dezember, jeweils 17.30 und 19.00 Uhr geplant. Auch die Lichtkünstler Daniela und Pascal Kulcsar werden mit sogenannten „Flashlines“ die Außenwand des Holzhausenschlösschens künstlerisch gestalten und in ein Meer aus Formen und Farben tauchen.

Das Holzhausenschlösschen ist nach dem Hessenpark und der Königsteiner Burg die dritte Sehenswürdigkeit im Umfeld des Taunus, welches die Mediendesigner lichtstark in Szene setzen. „Sichtbar, wenn´s dunkel ist“ – vom 4. bis 6. Dezember jeweils ab 17.30 Uhr.

Weiterhin sind im Dezember verschiedene Schüler der Frankfurter Bläserschule unter dem Motto „Wir blasen dem Virus den Marsch“ mit einem Adventsgebläse auf der Treppe vor dem Holzhausenschlösschen zu hören (3., 10. und 17. Dezember, jeweils 18.00 Uhr).

„Es wäre wünschenswert, wenn Kulturschaffende insbesondere in diesen Zeiten mehr Unterstützung durch die öffentliche Hand bekommen würden, wenn z.B. durch die Kulturämter der jeweiligen Städte Auftrittsmöglichkeiten an ausgewiesenen Plätzen in der Stadt organisiert und finanziert würden“, findet Geschäftsführer Clemens Greve. „Die Corona-Pandemie stellt die Kulturbranche vor eine große Herausforderung und es sollte mehr getan werden, um sie zu unterstützen. Neben ihrer gesamtgesellschaftlichen Bedeutung sollte auch ihre wirtschaftliche Relevanz nicht übersehen werden“, merkt Greve weiter an.

Frankfurter Bürgerstiftung, Holzhausenschlösschen,  Justinianstraße 5   www.frankfurter-buergerstiftung.de