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Letzte Aktualisierung: 08.12.2021

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Frankfurt und die Region kehren zur Maskenpflicht im Schulunterricht zurück

Neue Allgemeinverfügung greift ab 19. November

von Ilse Romahn

(18.11.2021) Angesichts des drastisch gestiegenen Infektionsgeschehens passt Frankfurt die Corona-Regeln an den Schulen an. Für Schülerinnen und Schüler gilt ab Freitag, 19. November, wieder die Maskenpflicht während des Unterrichts am Sitzplatz. Das Vorgehen ist regional abgestimmt. Stadt und Kreis Offenbach, Main-Kinzig-Kreis und Hanau starten bereist am Donnerstag, 18. November, mit der neuen Regelung.

In Frankfurt ist die entsprechende Allgemeinverfügung zunächst bis einschließlich kommenden Donnerstag, 25. November, befristet. Angestrebt wird, diese dann im Lichte der anstehenden Bund-Länder-Beschlüsse entweder zu verlängern oder an diese anzupassen. Die Maskenpflicht gilt in der Schule sowie für alle Betreuungsangebote auf schulischem Gelände.
 
Oberbürgermeister Peter Feldmann sagt: „Keine Frage, wir verlangen den Kindern und Jugendlichen viel ab. Die Maske auch im Klassensaal tragen zu müssen, ist nicht schön. Doch die dramatisch steigenden Inzidenzen, gerade bei Schülerinnen und Schülern, lässt uns keine andere Wahl – denn wir wollen den Präsenzunterricht auf jeden Fall aufrechterhalten.“
 
Die Zahlen geben dem Stadtoberhaupt recht. Innerhalb eines Monats ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Frankfurt von 102 Fällen je 100.000 Einwohner (HMSI, 16.10.2021) auf 267 (HMSI, 16.11.2021) gestiegen. Die Inzidenz für die Altersgruppe zwischen fünf und 14 Jahren liegt mittlerweile bei 636 – und damit deutlich höher als in allen anderen Altersgruppen.
 
„Wie in allen anderen Lebensbereichen steigen die Infektionszahlen derzeit auch unter den Schülerinnen und Schülern“, ergänzt Gesundheitsdezernent Stefan Majer. „Viele sind noch nicht geimpft. Das Tragen der Maske ist hier eine einfache und grundlegende Maßnahme, sich und andere effektiv zu schützen. Darüber hinaus prüfen wir als Stadt derzeit die Maskenpflicht für weitere Bereiche des öffentlichen Lebens. Der größtmögliche Schutz insbesondere vor einer schweren Erkrankung ist nach wie vor die Kombination aus Impfung und Maske, deshalb: Lassen Sie sich impfen und tragen Sie Maske.“
 
Bildungsdezernentin Sylvia Weber sagt: „Zwar sind die Schulen laut Gesundheitsamt keine Infektionstreiber, aber angesichts der Inzidenz ist die Maskenpflicht in unseren Schulen leider unumgänglich. Die Schulen offen zu halten ist das vordringliche Ziel, da Kinder, Jugendliche und Familien schon genug mitgemacht haben. Ich hoffe, dass die Maskenpflicht schnell Effekte zeigt und unsere Schülerinnen und Schüler vor Ansteckung schützt.“
 
Alle drei lobten den engen Schulterschluss mit den Partnern in der Region: „Das Virus macht nicht an der Stadtgrenze halt. Es ist gut, dass wir mit der Stadt und dem Kreis Offenbach, Hanau und dem Main-Kinzig-Kreis bei diesem Thema an einem Strang ziehen. Die Menschen in der Region müssen darauf vertrauen können, dass nicht jeder sein eigenes Süppchen kocht.“
 
Die in der neuen Allgemeinverfügung geregelte Maskenpflicht ist nur einer von vielen Bausteinen, um die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler in Frankfurts Schulen zu schützen.
 
Auch in anderen Bereichen setzt die Stadt Frankfurt konsequent auf Gesundheitsschutz. So hatte der Oberbürgermeister am Montag, 15. November, verfügt, dass bei städtischen Veranstaltungen, beispielsweise in der Paulskirche oder dem Kaisersaal, künftig „2G plus Maske“ gilt.

Die Neunte Allgemeinverfügung der Stadt Frankfurt am Main zur Bekämpfung der weiteren Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus (SARS-CoV-2) im Stadtgebiet findet sich unter frankfurt.de. (ffm)