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Frankfurt: Rollerfahrer verletzt Stadtpolizisten – Hakenkreuze auf Stolpersteinen sorgen für Entsetzen

Die Frankfurter Polizei ermittelt derzeit in zwei unterschiedlichen Fällen, die sich in den Stadtteilen Bockenheim und Ostend ereignet haben. Während ein Rollerfahrer bei einer Kontrolle Widerstand leistete und zahlreiche Verkehrsverstöße offenbar wurden, sucht die Polizei nach Zeugen von Hakenkreuzschmierereien an Stolpersteinen.

Rollerfahrer flüchtet vor Kontrolle

Zu einem Zwischenfall kam es am Montagnachmittag in Bockenheim. Nach Angaben der Polizei kontrollierten Mitarbeiter des Ordnungsamtes gegen 16.30 Uhr den Bereich der Fuß- und Fahrradbrücke an der Braunfeldstraße. Dort soll ein 40-jähriger Mann mit seinem Leichtkraftrad verbotswidrig die Brücke befahren haben.

Als die Ordnungskräfte den Fahrer ansprachen, ignorierte dieser die Anweisungen und versuchte, sich der Kontrolle zu entziehen. Dabei leistete er Widerstand. In der Folge stürzten sowohl der 40-Jährige als auch ein 34 Jahre alter Stadtpolizist zu Boden. Beide erlitten leichte Verletzungen.

Bei den anschließenden Ermittlungen stellten die Beamten mehrere weitere Verstöße fest. Demnach soll der Mann ohne gültige Fahrerlaubnis, ohne vorgeschriebene Haftpflichtversicherung und unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln unterwegs gewesen sein. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Zudem ordnete die Polizei eine Blutentnahme an.

Hakenkreuze auf Stolpersteine geschmiert

Im Frankfurter Ostend beschäftigt die Ermittler ein Fall mit politischem Hintergrund. Unbekannte beschmierten zwischen dem 17. und 22. August in der Wittelsbacherallee zwei sogenannte Stolpersteine mit Hakenkreuzen.

Die im Boden eingelassenen Messingtafeln erinnern an Opfer des Nationalsozialismus. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden die verbotenen Symbole mit Permanentmarkern aufgetragen. Hinweise auf die Täter liegen bislang nicht vor.

Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zu den Verantwortlichen geben können, sich beim zuständigen Fachkommissariat oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

Die beiden Vorfälle zeigen einmal mehr die Bandbreite polizeilicher Einsätze in Frankfurt – von Verkehrsdelikten und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte bis hin zu Straftaten mit mutmaßlich politisch motiviertem Hintergrund.