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Letzte Aktualisierung: 18.02.2020

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Frankfurt präsentiert IAA-Konzept zur Mobilitätsregion vor VDA-Auswahlkommission

von Ilse Romahn

(27.01.2020) In den letzten Wochen wurde in Frankfurt am Main trotz Weihnachtsfeiertagen ununterbrochen an dem neuen IAA-Konzept für die Frankfurter Bewerbung beim Verband der Deutschen Automobilindustrie (VDA) gearbeitet.

Arbeitstreffen mit (l-r) Markus Frank, Uwe Behm, Tarek Al-Wazir, Peter Feldmann und Stefan Weil
Foto: Stadt Frankfurt / Atelier Margraph
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Der Frankfurter Wirtschaftsdezernent Markus Frank hat hierfür eigens ein Kompetenzteam kurzfristig zusammengestellt, um ein überzeugendes Konzept für die IAA 2021 in der Mainmetropole zu entwickeln und damit in den Wettbewerb um den zukünftigen Austragungsstandort ins Rennen zu gehen.

Am Freitag, 24. Januar, war es dann soweit: Der Hessische Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir, der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann, Stadtrat Markus Frank, der Messe-Geschäftsführer Uwe Behm und Stefan Weil von der Frankfurter Agentur Atelier Markgraph präsentierten das neue Frankfurter Konzept am Morgen am Hauptsitz des VDA in unmittelbarer Nachbarschaft des Berliner Gendarmenmarktes.

Frankfurt-Rhein-Main präsentierte sich dabei als die zukunftsfähige deutsche Mobilitätsregion. Mit knapp 6 Millionen Einwohnern und mehr als 1,1 Millionen Pendlern pro Tag steht das Thema Mobilität dabei ganz oben auf der politischen Agenda. Tarek Al-Wazir betonte in seinen Ausführungen, dass es für das von ihm zu verantwortende Ressort absolute Priorität besitze, Hessen in Sachen Verkehrswende zum Vorreiter zu machen. Dabei ginge es nicht um Absichtserklärungen, sondern vielmehr um eine Vielzahl von bereits umgesetzten Maßnahmen und laufenden Projekten. „Hessen und das Rhein-Main-Gebiet gehören aufgrund ihrer zentralen Lage in Europa zu den verkehrsreichsten Regionen der EU. Daher ist es notwendig, frühzeitig gute Antworten und leistungsfähige Lösungen in Sachen Neue Mobilität präsentieren zu können. Wir haben diese Lösungen im Realbetrieb und möchten sie gemeinsam mit der deutschen Automobilindustrie auf der IAA 2021 der ganzen Welt zeigen“, sagte Tarek Al-Wazir.

Frankfurts Stadtoberhaupt Peter Feldmann betonte das gemeinschaftliche und teamorientierte Auftreten der Frankfurter Delegation: „Wenn ein christdemokratischer Wirtschaftsdezernent, ein grüner Minister und ein sozialdemokratischer Oberbürgermeister eng untergehakt in Berlin für Synergien zwischen individueller Automobilität, öffentlichem Nahverkehr, Radverkehr und einen diskursiven Neuanfang bei der IAA werben, ist das ein klares Signal für unsere Entschlossenheit.“ Das Frankfurter Team schlug der Auswahlkommission gemeinsam etwas Besonderes vor: „Wir möchten in der geschichtsträchtigen Frankfurter Paulskirche, der ,Wiege der Deutschen Demokratie‘, in den Dialog mit der Industrie und ihren Kritikern gehen. Es braucht ein gemeinsames und neues Verständnis von Mobilität. Wir werden in den Diskurs mit den Beteiligten gehen und gemeinsam Lösungen für innovative, urbane Mobilitätsszenarien entwickeln, die einen überzeugenden und entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz leisten“, führte Feldmann aus.

Wirtschaftsdezernent Markus Frank offerierte den Juryteilnehmern ebenfalls ein echtes Highlight für eine zukünftige IAA im öffentlichen Raum: Die Frankfurter Innenstadt. „Uns ist wichtig, dass wir ein Bewusstsein für die Mobilität von morgen in der breiten Bevölkerung erzeugen. Daher möchten wir die Menschen dort abholen, wo sie sich täglich aufhalten. Auf oder von dem Weg zur Arbeit. Wo kann man das besser erleben als in der Frankfurter Innenstadt? Urbanes Flair gepaart mit Skyline- oder Mainblick. Kurz gesagt: Eine urbane, neue IAA am Herzmuskel der Mobilität“, führte der Stadtrat in seinem Vortrag aus.

Die Frankfurter Messe-Geschäftsführung präsentierte im Anschluss eines der größten und modernsten Messegelände in Europa. Dabei kann die Messe nicht nur auf eine langjährige Erfahrung bei der Ausrichtung der IAA zugreifen, sondern der Jury auch eine „IAA der kurzen Wege“ offerieren. „Die zentrumsnahe Lage des Messegeländes als auch die hervorragende Anbindung wird im Wettbewerb mit den anderen Städten kaum zu toppen sein“, führte Uwe Behm in seinem Angebot aus.

Denn letzten Part der Frankfurter Präsentation übernahm Stefan Weil von Atelier Markgraph. Er präsentierte den Juroren ein hochkarätiges Erlebniskonzept rund um das Thema IAA und Mobilität. „Frankfurt am Main hat eine enorme Lebensqualität und steht bei jungen Menschen extrem hoch im Kurs. Das ist ein großes Potenzial, wenn es darum geht, Menschen für neue Mobilität zu begeistern“, betonte der kreative Kopf der Frankfurter Delegation in Berlin. (ffm)