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Letzte Aktualisierung: 04.07.2022

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`Frankfurt liest ein Buch` in der Deutschen Nationalbibliothek

von Ilse Romahn

(04.05.2022) Im Rahmen des Lesefest `Frankfurt liest ein Buch` - es handelt sich um das Buch "Nach Mitternacht" von irmgard Keun - findet am Freitag, 6. Mai, 19.30 Uhr, eine Veranstaltung in der Deutschen Nationalbibliothek statt. Das vielgelobte Buch vermittelt Innenansichten aus dem bürgerlichen Nazi-Deutschland.

Irmgard Keun
Foto: Ullstein Bild
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Lesung und Gespräch im Rahmen des Lesefestes „Frankfurt liest ein Buch“ mit Camilla Renschke, Sylvia Asmus und Ariane Martin. Die Veranstaltung wird moderiert von Martin Maria Schwarz (hr2-kultur). Der Eintritt ist frei. Anmeldung ist erforderlich unter www.dnb.de/veranstaltungfrankfurt

Zum Inhalt: Frankfurt im März 1936: Auf dem Opernplatz erwarten die Massen den Besuch Adolf Hitlers. Unter den Zuschauern ist auch die Erzählerin Sanna, die sich am Ende des Romans entscheiden muss, ob sie in Deutschland bleiben oder ins Exil gehen wird.

Mit genauer Beobachtungsgabe und satirischem Witz zeichnet Irmgard Keun ein Bild der deutschen Wirklichkeit und gibt Einblicke in die Verhältnisse der nationalsozialistischen Diktatur. Heute gilt Keuns Roman „Nach Mitternacht“ als ein Meilenstein der Exilliteratur. Die Autorin selbst klassifizierte ihren Text als einen „Anti-Nazi-Roman – aus dem bürgerlichen Nazi-Deutschland“.

Im Gespräch gehen Dr. Sylvia Asmus, Leiterin des Deutschen Exilarchivs 1933-1945, und Prof. Dr. Ariane Martin, Professorin für Neuere Deutsche Literaturgeschichte an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, der Entstehungs- und Wirkungsgeschichte des Romans nach.

Die Schauspielerin Camilla Renschke, die „Nach Mitternacht“ als Hörbuch neu eingesprochen hat, liest während der Veranstaltung erstmals öffentlich aus dem Roman.

Eine Veranstaltung im Rahmen von „Frankfurt liest ein Buch“. In Kooperation mit hr2-kultur und Der Audio Verlag.

Deutsche Nationalbibliothek, Adickesallee 1, Frankfurt   https://www.dnb.de