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Frankfurt ist größter hessischer Krankenhausstandort

Stadtrat Jan Schneider präsentiert ‚frankfurt statistik aktuell‘

Die jüngste Ausgabe von frankfurt statistik aktuell beschäftigt sich mit der Krankenhausentwicklung in der Stadt Frankfurt am Main in den letzten 25 Jahren.

„Die Krankenhäuser der Stadt sind ein wichtiger Baustein der Gesundheitsversorgung der Frankfurter Bürger. Durch die Bereitstellung von hochspezialisierten medizinischen Dienstleistungen haben sie darüber hinaus auch eine überregionale Bedeutung“, betont Stadtrat Jan Schneider, der für die städtische Statistik zuständige Dezernent. Dies drückt sich nicht nur durch eine höhere Anzahl an Krankenhäusern (17) und aufgestellten Betten (5919) im Vergleich zu den übrigen Standorten in Hessen aus. Mehr als 17 Prozent aller Behandlungen in den hessischen Krankenhäusern wurden in Frankfurt durchgeführt. „Umso wichtiger war auch die Entscheidung, das Klinikum Höchst als Krankenhaus der Maximalversorgung durch den Zusammenschluss mit den Kliniken des Main-Taunus-Kreises in kommunaler Trägerschaft zu erhalten und mit einem Neubau dessen Zukunftsfähigkeit zu stärken“, hebt Schneider hervor.

Im Verlauf der vergangenen 25 Jahre ist die Zahl der Behandlungen an Frankfurter Krankenhäusern um ein knappes Viertel gestiegen. Dies resultiert aus einer drastisch verringerten durchschnittlichen Verweildauer der Patientinnen und Patienten von 11,9 Tagen im Jahr 1991 auf 6,8 Tage im Jahr 2015 bei einem gleichzeitig starken Abbau der aufgestellten Betten.

Eine noch stärkere Zunahme als bei den Behandlungen ist bei den Ärztinnen und Ärzten festzustellen. Im zurückliegenden Vierteljahrhundert hat sich die Anzahl der in den Frankfurter Krankenhäusern beschäftigten Mediziner um mehr als die Hälfte auf 2348 Ärzte (+61,5 Prozent) erhöht. Das nichtärztliche Personal hat in diesem Zeitraum nur geringfügig um zehn Mitarbeiter auf 12132 Personen zugenommen.

Die Ausgaben der Frankfurter Krankenhäuser sind seit 2002 um 375 Millionen Euro auf 1,25 Milliarden Euro gestiegen (+43 Prozent). Die größten Posten bilden Personal- (716 Millionen Euro) und Sachkosten (502 Millionen Euro).

Stadtrat Schneider: „Die vorliegende Statistik zeigt, dass die Entwicklung der Frankfurter Krankenhäuser von starken Strukturveränderungen im Gesundheitssystem geprägt ist und die Krankenhausversorgung mehr und mehr hin zu einer Stärkung des Effizienzgedankens geht.“ Jedenfalls deuten der massive Bettenabbau sowie die kürzere Verweildauer bei einer gleichzeitig steigenden Zahl an Behandlungen darauf hin.