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Letzte Aktualisierung: 12.08.2020

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Frankfurt feiert Christopher Street Day und wird Teil des Rainbow Cities Network

von Ilse Romahn

(16.07.2020) Das traditionelle CSD-Wochenende Ende Juli fällt dieses Jahr aufgrund der Pandemie weitgehend aus.

„Ein weiteres Mal müssen in Frankfurt Communities auf ein großes Fest verzichten, nachdem sie schon viele Monate lang durch die Corona-Pandemie unter großen Einschränkungen gelitten haben“, sagt Sylvia Weber, Dezernentin für Integration und Bildung. „Ich freue mich aber schon heute auf das Online-Programm während des ganzen Wochenendes.“

Um die Frankfurter Vereine und Initiativen während und nach der Corona-Krise zu unterstützen, hat Stadträtin Weber bereits zusätzliche Projektmittel in Höhe von 200.000 Euro im Budget des Amts für multikulturelle Angelegenheiten bereitgestellt.

„Die Pandemie hat gezeigt, wie wichtig es ist, Verbindungen zu schaffen – auf lokaler und internationaler Ebene“, sagt die Dezernentin. „Solidarität über Landesgrenzen hinaus ist schon immer Teil queerer Community. Dies will Frankfurt mit dem Beitritt beim internationalen Rainbow City Network (RCN) unterstreichen. Wir sind seit diesem Jahr Mitglied und werden dort eine aktive Rolle einnehmen.“

Das RCN ist ein Netzwerk von über 30 Städten, die eine aktive Politik für die Belange von Lesben, Schwulen, Bisexuellen sowie trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI) betreiben. Das Netzwerk wurde am 17. Mai 2013 anlässlich des Internationalen Tages gegen Homophobie und Transphobie (IDAHOT) in Den Haag gegründet. Im Mittelpunkt steht der Austausch von Know-how und Erfahrungen, mit dem Ziel, auf lokaler Ebene die Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität zu bekämpfen. Das AmkA wird die Stadt beim nächsten Netzwerktreffen in Bergen (Norwegen) vertreten und von dort nicht nur Ideen für Frankfurt mitbringen, sondern auch Frankfurter Modellprojekte international bekannt machen.

„Wir können stolz auf die vielen Initiativen sein, die Frankfurt zu dieser vielfältigen Stadt machen – wir können und wollen aber noch einiges verbessern, von und mit anderen Kommunen lernen“, sagt Sylvia Weber, die für die Stadt Frankfurt das offizielle Beitrittsdokument für das internationale Netzwerk unterzeichnet hat. (ffm)