Frankfurt dreht an mehreren Stellschrauben – ein Stadtbild im Wandel
Frankfurt erlebt derzeit eine Phase sichtbarer Veränderungen – im Wohnungsbau, in der Verkehrssicherheit, in der Kultur und in der sozialen Infrastruktur. Mehrere Entwicklungen, die die Stadt prägen werden, zeichnen sich deutlich ab.
Trendwende bei Sozialwohnungen
Zum ersten Mal seit zwei Jahrzehnten wächst der Bestand an geförderten Wohnungen in Frankfurt wieder. Laut Planungsdezernat konnte die Stadt 877 zusätzliche geförderte Einheiten sichern – durch Neubau und den Erwerb von Belegrechten.
„Erstmals seit 20 Jahren gebe es im Jahresvergleich wieder mehr Sozialwohnungen“, wie das Planungsdezernat mitteilt.
Damit steigt der Gesamtbestand auf knapp 31.000 Wohnungen, darunter fast 26.000 klassische Sozialwohnungen für Menschen mit geringem Einkommen. Weitere 4867 Wohnungen stehen Haushalten mit mittlerem Einkommen zur Verfügung.
Planungsdezernent Marcus Gwechenberger (SPD) betont die strategische Bedeutung: Zwei Drittel der Frankfurter seien grundsätzlich berechtigt, eine geförderte Wohnung zu beziehen. Angesichts des demografischen Wandels – in den kommenden zehn Jahren gehen mehr als 25 Prozent der Arbeitskräfte in Rente – brauche die Stadt dringend bezahlbaren Wohnraum, um Fachkräfte zu halten und neue zu gewinnen.
Neue geförderte Quartiere entstehen unter anderem im Schönhofviertel, an der Sandelmühle, im Rebstock, sowie künftig im Hilgenfeld, auf dem Lurgi-Areal, in den Hellerhöfen, am Römerhof, im Gutleutviertel, im Lyoner Quartier und im geplanten neuen Stadtteil im Nordwesten.
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