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Folgen der Inflation Wirtschaftshistorische Betrachtungen

Historiker Prof. Werner Plumpe im Gespräch mit Dr. Rainer Hank

Am Dienstag,dem 05.September 2023, um 19 Uhr findet in der Evangelischen Akademie, Römerberg 9, 60311 Frankfurt am Main, eine Präsenzveranstaltung mit Livestream zum Thema "Folgen der Inflation Wirtschaftshistorische Betrachtungen" statt.

Geldentwertungen finden sich bereits in der Antike, um seither, namentlich in Kriegszeiten, wieder aufzutreten. In der Regel nutzten Obrigkeiten, später Staaten ihre Münzausgaberechte, um das Geld durch Wertminderung nominal zu vermehren, darauf hoffend, die Untertanen würden die Tatsache, dass sie für ihre Leistungen schlechtes Geld erhalten, zumindest nicht sofort merken. Namentlich die großen Kriege seit der napoleonischen Zeit, im deutschen Fall die beiden Weltkriege, waren Zeiten massiver Denaturierung des Geldes, dessen Widerherstellung 1923 und 1948 zu einer umfassenden Enteignung des geldvermögenbesitzenden Publikums wurde, das letztlich die Kriegskosten tragen musste. Seither ist es zwar nicht zu einer derartigen militärischen Eskalation gekommen, aber der zunehmende staatliche Geldbedarf führte namentlich in den 1960er und 1970er Jahren zu einer deutlichen Zunahme der Inflation, die freilich je nach Stabilitätspolitik der Regierungen unterschiedlich ausfiel. Die folgenden Jahre mit ihrer faktischen Preisstabilität erzeugten dann die Illusion, da eine Inflation nicht drohe, könnten Staat und Zentralbanken ohne Gefahr eine lockere Geldpolitik betreiben.
 
Die seit 2019 sukzessive Wiederkehr der Inflation, die zudem durch Corona, die weltpolitischen Spannungen und letztlich den Ukraine-Krieg befördert wurde, zerstörte die Illusion der dauerhaften Preisstabilität. Nun halten die Folgewirkungen der Inflation (soziale Auseinandersetzungen, Vermeidungsverhalten, Vermögensmigrationen, aber eben auch Wohlstandsverluste) die Gegenwart gefangen. Über all dies wird Prof. Werner Plumpe, renommierter Historiker mit den Schwerpunkten Wirtschafts- und Sozialgeschichte und Mitglied etlicher historischer Institutionen, an diesem Abend referieren. Und sich danach den Fragen von Dr. Rainer Hank stellen. Er ist freier Autor, Verfasser mehrerer Bücher, ehemals leitender Wirtschaftsredakteur in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Dort stammt aus seiner Feder die Rubrik: Hanks Welt.

Die Diskussion wird am Veranstaltungsabend auch als Livestream auf dem YouTube-Kanal des Kuratorium Kulturelles Frankfurt zu verfolgen sein. Klicken Sie auf diesen Link und Sie sind live dabei:Link
Im YouTube-Chat können Sie während der Veranstaltung Fragen stellen oder Sie schreiben direkt an: kkf@kulturellesfrankfurt.de