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Letzte Aktualisierung: 20.01.2021

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Fit durch Hula-Hoop

von Ilse Romahn

(12.01.2021) Dr. Munther Sabarini, Neurochirurg und Gründer der Avicenna Klinik in Berlin, erklärt, wie der Fitnesstrend Hula-Hoop den Rücken fit halten kann und wann er eher schadet.

Dr. Munther Sabarini
Foto: Avicenna Klinik
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„Für Kinder ist Hula-Hoop ein lustiger Zeitvertreib – das Kreisen eines Ringes um den eigenen Körper herum startet gerade jedoch auch als Fitnesstrend durch. Promis wie Beyoncé, Michelle Obama oder Kelly Osbourne nutzen das Training und auch hierzulande erfreut es sich zunehmender Beliebtheit. Zumal gerade zu Beginn des Jahres viele Menschen etwas Körpergewicht verlieren möchten, Fitnessstudios zurzeit geschlossen sind und für das Workout nur ein verhältnismäßig kostengünstiges Gerät benötigt wird.

Während des Trainings nehmen Anwender einen hüftbreiten Stand ein, bringen den Reifen in Schwung und lassen die Hüfte entgegen der Fliehkraft des Rings kreisen. Dabei erzielt das Ausdauerworkout einen positiven Effekt auf das Herz-Kreislauf-System und trainiert gleichzeitig das Koordinationsvermögen und das Gleichgewicht. Vor allem stärkt es jedoch die Muskulatur an Taille, Rücken und Bauch. Hula-Hoop-Training kann so unter anderem bei Schmerzen im unteren Rücken helfen. Auf diesem Teil des Rückens lastet das größte Gewicht, Betroffene leiden beispielsweise durch schwache Muskeln an Beschwerden. Workouts mit dem Reifen bauen die Muskulatur wieder auf und helfen dem Anwender, beweglicher zu werden. Doch dies gilt nur bei leichten bis mäßigen Schmerzen, die aufgrund von mangelnder Bewegung, fehlerhafter Körperhaltung oder schwacher Rücken- und Bauchmuskulatur entstehen. Bei anderen Rückenproblemen schadet Hula-Hoop hingegen möglicherweise. Zum Beispiel bei Bandscheibenvorfällen lösen die Dreh-Bewegungen noch stärkere Beschwerden aus. Als Reha-Maßnahme eignet sich dann stattdessen eher ein Bauchtrainer, da er sanfte Bewegungen unterstützt. Bei Rückenbeschwerden mit ernster Ursache sollte deshalb vor dem Beginn mit dem Hula-Hoop-Training ein Arzt konsultiert werden.“

Weitere Informationen unter www.avicenna-klinik.de.