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Fit durch die Faschingszeit

Johanniter-Arzt gibt Tipps für die tollen Tage

Die Karnevalssitzungen sind in vollem Gange, die Narren stehen in den Startlöchern und wollen ausgelassen feiern. Damit am Aschermittwoch kein böses Erwachen folgt, hat Prof. Dr. Simon Little, Landesarzt der Johanniter, ein paar Tipps.
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Prof. Dr. med. Simon Little, Landesarzt der Johanniter in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.
Foto: Luca Grazioli Photography

Krank werden, nein danke – Tipps gegen Erkältung
Wer an Aschermittwoch nicht mit Husten, Schnupfen und Halsschmerzen aufwachen möchte, sollte beim Feiern ein paar Regeln beachten. In schlecht gelüfteten Räumen voller Menschen breiten sich Viren und Bakterien besonders schnell aus. Wer sich schützen möchte, sollte nicht aus fremden Flaschen oder Gläsern trinken und vor allem häufiger als sonst die Hände mit Seife waschen, mindestens 30 Sekunden lang. Denn neben der klassischen Tröpfcheninfektion besteht Ansteckungsgefahr auch besonders über eine Schmierinfektion, zum Beispiel an Türgriffen. „Man sollte dem Körper zwischendurch auch etwas Ruhe gönnen. Kälte, wenig Schlaf, Alkohol- und Zigarettenkonsum, das alles schwächt das Immunsystem und macht anfällig für Ansteckungen", betont Little. Der Arzt rät, zwischen Altweiberfastnacht und Faschingsdienstag Feierpausen einzulegen. Schlaf, Ruhe, gesundes Essen, viel trinken, aber keinen Alkohol, das tut dem Körper gut.

Scheinaufwärmung – Alkohol hilft nicht gegen Kälte
Dieser Irrglauben ist besonders in der kalten fünften Jahreszeit ein großes Problem. „er bei niedrigen Temperaturen zu Schnaps oder heißen alkoholhaltigen Getränken greift, spürt für kurze Zeit ein Wärmegefühl", erklärt Little. „enau das ist das Trügerische. Durch den Alkoholgenuss sinkt die Körpertemperatur und es wird Wärme abgegeben. Das wissen leider nur die wenigsten." Dieses Phänomen nennt man Scheinaufwärmung. Durch den Alkohol weiten sich die Blutgefäße in der Haut. Dadurch wird die Haut stärker durchblutet und es entsteht Wärme. Eigentlich gut, oder nicht? Nein, weil die Haut die Wärme nicht speichert, sie gibt sie an die Luft ab. Und auch der Körper entzieht den inneren Organen Wärme. „er sich lange draußen aufhält, sollte lieber zu warmer Kleidung und Funktionsunterwäsche greifen und zwischendurch immer wieder beheizte Räume aufsuchen", rät Little. „Der Körper kühlt sonst zu stark aus. Die Folgen können Kreislaufkollaps und Unterkühlung sein."

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