Archiv-Kultur

Festival der Entdeckungen bei der FRATOPIA 2023

Fünf Tage kostenloses Programm in der Alten Oper Ende September

Die dritte Auflage des FRATOPIA-Festivals der Alten Oper Frankfurt von Dienstag, 26. September, bis Samstag, 30. September 2023, steht unter neuen Vorzeichen. Denn das Festival zu Beginn der Spielzeit verknüpft sich diesmal mit der Einladung an alle Menschen, einfach ins Haus zu kommen und eines oder mehrere der insgesamt knapp 80 teils parallel, teils nacheinander stattfindenden Konzerte zu erleben.
Intendant und Geschäftsführer Dr. Markus Fein bei der Erläuterung seines Programms von FRATOPIA
Intendant und Geschäftsführer Dr. Markus Fein bei der Erläuterung seines Programms von FRATOPIA
Foto: Karl-Heinz Stier
 Statementgeber waren (v.l.n.r.): Peter Schulte, Dr. Julia Cloot, Dr. Markus Fein, Diskussionsleiterin Anita Maas-Kehl, Pro. Dr. Frank E.P. Dievernich und Nicole Schmitt-Ludwig.
Statementgeber waren (v.l.n.r.): Peter Schulte, Dr. Julia Cloot, Dr. Markus Fein, Diskussionsleiterin Anita Maas-Kehl, Pro. Dr. Frank E.P. Dievernich und Nicole Schmitt-Ludwig.
Foto: Karl-Heinz Stier

Alle Konzerte sind ohne Ticket und ohne Anmeldung besuchbar – das gilt für ein Nachmittagskonzert mit dem Schlagzeuger Alexej Gerassimez ebenso wie für einen Abendtermin mit Pierre-Laurent  Aimard und Michael Wollny im Großen Saal. Auf dem Programm stehen unter anderem Bachs gesamte Suiten für Cello solo mit der jungen Cellistin Anastasia Kobekina, Auftritte junger Frankfurter Musikerinnen und Musiker, Chormusik, Zeitgenössisches, Jazz, Elektrosounds zur späten Stunde und Vieles mehr.

Intendant und Geschäftsführer Dr. Markus Fein erläutert die Intention, die er mit dem Festival verbindet: „Wir möchten die Alte Oper stärker als Ort der Begegnung im Herzen der Stadt etablieren. Und das bedeutet eben nicht nur gemeinsames Musikhören, sondern auch Gespräch, Austausch, Inspiration. Mit dem neuen FRATOPIA-Festival möchten wir die Menschen einladen, einfach spontan vorbeizuschauen, sei es für eine gute halbe Stunde Musik oder für einen ganzen Nachmittag oder Abend. Unser Haus ist offen, im wahrsten Sinne des Wortes!“

An jedem der fünf Festivaltage steht die Alte Oper den Gästen ab 14.30 Uhr bis in den späten Abend hinein offen. Aus insgesamt knapp 80 Kurzkonzerten in sechs Konzertsälen bzw. Foyers können sich die Besucher ihr Programm individuell zusammenstellen, sei es nur für einen Einzeltermin oder für eine ganze Konzertstrecke. Alle Termine sind frei zugänglich.

So kann ein exemplarischer Festivaltag aussehen: Wer etwa am Donnerstag, 28. September, Zeit und Lust hat, in der Alten Oper vorbeizukommen, könnte sich vor Ort folgendes Programm zusammenstellen: Um 15.00 Uhr zum Einstieg klassische Kammermusik im Clara Schumann Foyer. Um 17.00 Uhr gibt es im Konzert des IEMA-Ensemble 2022/23 im Schumann Salon mit György Ligetis „Poème symphonique“ für 100 Metronome einen der immer noch effektvollsten Klassiker des 20. Jahrhunderts zu erleben. Um 18.00 Uhr nehmen im Mozart Saal der Pianist Kai Schumacher und das Signum Saxophone Quartet Bachs Goldberg-Variationen zum Ausganspunkt einer imaginären Nachtfahrt. Um 19.00 Uhr könnte man zum Liszt Salon wechseln, wo die derzeit international durchstartende Cellistin Anastasia Kobekina ein kurzes Solorezital bestreitet. Das Cello in ganz anderem Kontext gibt es übrigens parallel um 19.00 Uhr im Clara Schumann Foyer zu erleben, wenn das Duo deep strings mit Gesang, Elektronik und eben zwei Violoncelli innovativen Kammerjazz präsentiert. Klassisch, aber unkonventionell wird es um 20.00 Uhr im Open Space des Großen Saals, wo das ensemble reflektor sich für Brahms’ vierte Sinfonie in Kleingruppen aufteilt. Und zum Abschluss des Tages steht ab 21.30 Uhr der FRATOPIA Late Club im Albert Mangelsdorff Foyer offen, wo in Zusammenarbeit mit dem Künstlerhaus Mousonturm das Clubformat „Der Geheime Salon“ in eine neue Ausgabe geht.

Die programmatische Vielfalt ist Intendant Dr. Markus Fein wichtig: „Vor allem aber geht es uns darum, einmal für fünf Tage in konzentrierter Form zu zeigen, wie man sich ein modernes, offenes Konzerthaus vorstellen darf. Wer mit unserem Programm vertraut ist, weiß, dass uns dieses Thema schon länger umtreibt und wir an innovativen Konzertformaten arbeiten. So sind wir auch gerade dabei, unter dem Motto ‚Zukunftshaus Alte Oper‘ einen Strategieplan für die Jahre bis zu unseren anstehenden beiden Jubiläen – 150 Jahre seit Gründung als Opernhaus im Jahr 2030 und 50 Jahre seit Wiedereröffnung als Konzerthaus im Jahr 2031 – zu entwickeln. Das FRATOPIA-Festival steht ganz im Einklang mit diesen Überlegungen

Im Anschluss an die Äußerungen des Intendanten haben sich die Förderer zu diesem 5-Tage Programm, zu dem sie finanziell beitragen, zu Wort gemeldet.  Es sind dies: Peter Schulte, Vorsitzender der Union Investment Stiftung, Dr. Julia Cloot, Kuratorin und stellvertretende Geschäftsführerin des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, und Nicole Schmitt-Ludwig, Leiterin der Geschäftsstelle der Freunde der Alten Oper,