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Letzte Aktualisierung: 31.05.2020

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Feierliche Gottesdienste mit besonderen Regeln

In (fast) allen katholischen Pfarreien in Frankfurt werden wieder Messen gefeiert

von Ilse Romahn

(15.05.2020) Besondere Regeln, viel Platz, meditative Stille und ein positives Echo: Unter den Bedingungen der Corona-Zeit werden derzeit in (fast) allen katholischen Pfarreien in Frankfurt wieder öffentliche Gottesdienste gefeiert.

Die Pfarrei St. Margaretha schließt sich ab 23. Mai an. In Nied und Griesheim ist nach dem zweiten Wochenende schon so etwas wie „eine positive Routine“ eingekehrt, berichtet Pastoralreferent Rolf Müller. Der Auftakt am ersten Mai-Wochenende sei „teilweise sehr bewegend“ gewesen. „Die Leute sind einfach froh, dass es wieder Gottesdienste gibt“, hat er festgestellt. 

Auch im Frankfurter Dom war am zweiten Sonntag im Mai bereits eine gewisse Eingewöhnung spürbar. Mit großer Andacht lauschten die Teilnehmer der Orgelmusik und dem Gesang der Kantorin. Dazwischen herrschte eine fast meditative Stille. „Das ist keine Corona-Sondersendung, sondern ein ganz normaler Gottesdienst“, betonte Stadtdekan Johannes zu Eltz und dankte den Anwesenden für die Toleranz und Geduld in der Annahme der Hygiene- und Sicherheitsanforderungen. Ausdrücklich bat er sie, anderen zu erzählen, wie es war: „Und Mut zu machen zur Teilnahme.“ Wie man das Manko, dass nicht gemeinsam gesungen werden darf, kreativ auflösen kann, erzählt Pfarrer Werner Otto: „Alle haben ‚Das Grab ist leer‘ mitgesummt, während ein Kantor es gesungen hat.“ Er freut sich über die gute Resonanz nach der ersten Messe: „Viele kamen aus der Kirche und sagten, es sei ein so schöner, feierlicher Gottesdienst gewesen, dass sie auf jeden Fall jetzt wieder regelmäßig kommen wollen.“ 

Für alle Sonntagsmessen müssen sich die Teilnehmer vorab anmelden, ob telefonisch, schriftlich, per Mail, auf der jeweiligen Homepage oder auch per Eintrag in eine Liste ist in den einzelnen Gemeinden unterschiedlich geregelt. Die Teilnehmerzahlen sind je nach den Größenverhältnissen der Kirchen begrenzt. So können in der St. Leonhardskirche gerade mal 29 Besucher teilnehmen, im Dom sind es 70, und in einer großen Kirche wie St. Bonifatius in Sachsenhausen, in der es statt Kirchenbänken Stühle gibt, sogar 135 Gläubige. Beim Betreten und Verlassen der Kirchen ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen, Gemeindegesang ist nicht möglich, Kommunionempfang schon. Dabei tragen die Kommunionspender Mund-Nasen-Schutz und halten Abstand. 

Alle Fragen rund um die besonderen Regeln werden unter https://bistumlimburg.de/beitrag/gottesdienste-in-coronazeiten/ beantwortet.

www.frankfurt-katholisch.de