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Letzte Aktualisierung: 30.09.2020

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FAZ baut Hochhaus im Europaviertel

von Ilse Romahn

(10.09.2020) Der Grundstein für die neue Zentrale der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ist gelegt. Mit einer feierlichen Zeremonie wurde am Mittwoch, 9. September, in Anwesenheit von Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier und Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann die traditionelle Zeitkapsel auf der Baustelle im Europaviertel vergraben.

Thomas Winkler, Volker Bouffier, Peter Feldmann und Christian Paulus
Foto: Stadt Frankfurt / Bernd Kammerer
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Das Büroprojekt FAZ-Tower, das gemeinsam mit der Paulus Immobiliengruppe entwickelt wird, soll 2022 fertiggestellt werden.

Die Gäste staunten nicht schlecht, als die traditionelle Zeitkapsel per Drohne über Frankfurts Skyline angeflogen kam. Im Anschluss daran wurde sie auf dem Baugelände vergraben und damit der Grundstein für das neue Headquarter der renommierten Frankfurter Allgemeinen Zeitung gelegt.

Markanter Glasturm für Frankfurts Skyline
Mit einer Bruttogrundfläche von knapp 30.000 Quadratmetern wird der neue Turm der FAZ über 60 Meter in die Höhe ragen, zudem werden rund 280 Stellplätze zur Verfügung stehen. Das Bürohochhaus, entworfen von Eike Becker_Architekten, besteht aus zwei schlanken Scheiben, die aus der Achse gedreht und gegeneinander verschoben sind. So weist die eine Hälfte des Gebäudes durch die Auskragung im oberen Teil nach Osten in Richtung Hochhaussilouette und die andere Hälfte nach Westen in Richtung Europagarten. Dadurch wird zugleich der Westen mit dem Osten verbunden und ein architektonisches Bekenntnis zur europäischen Idee geschaffen.

„Bau unterstreicht Stellenwert Frankfurts als Medienstadt“
„Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat die Medienlandschaft der Bundesrepublik Deutschland entscheidend geprägt und wird es auch weiterhin tun. Das alles passiert nicht irgendwo, sondern bei uns in Hessen, bislang in der Hellerhofstraße. Am 1. November 1949, vor rund 71 Jahren, erschien die erste Ausgabe. Seitdem hat die FAZ bedeutende Journalistinnen und Journalisten sowie Intellektuelle hervorgebracht, die die Diskussion in unserer Republik bereichern. Wir sind stolz darauf, dass eines der bedeutendsten Medienhäuser bei uns zu Hause ist. Unsere Zeitungslandschaft befindet sich im Umbruch, künftig werden die Verlagshäuser andere Wege gehen müssen. Der neue Sitz der Zeitung im Europaviertel steht dafür sinnbildlich und bietet die idealen Voraussetzungen für die kommenden Aufgaben. Ich wünsche der Zeitung, hinter der bekanntlich immer ein kluger Kopf steckt, für den neuen Standort und die Zukunft alles erdenklich Gute“, sagte Ministerpräsident Bouffier.

Oberbürgermeister Feldmann betonte: „Der neue Tower wird sich harmonisch in die Bebauung des Europaviertels am östlichen Rand des Europagartens einfügen. Der Bau eines neuen Verlagsgebäudes unterstreicht den hohen Stellenwert Frankfurts als Medienstadt und ist zugleich das Bekenntnis für hervorragenden Journalismus aus dem Herzen Europas für Deutschland, Europa und die Welt.“

Thomas Lindner, Geschäftsführer der FAZ erklärt: „In unserem neuen Gebäude werden wir die erfolgreiche FAZ-Geschichte weiterschreiben. Wir wollen das Gute bewahren und gleichzeitig dem Neuen gegenüber aufgeschlossen sein - und die FAZ weiterhin hochmotiviert und innovativ in eine wirtschaftliche Zukunft führen. Das alles soll in unserem neuen Zuhause geschehen. Im FAZ-Tower, in dem in nicht allzu langer Zeit die wichtigsten und einflussreichsten Analysen, Meinungsstücke und Kommentare entstehen und über gedruckte und digitale Medien in die Welt geschickt werden.“

„Der neue FAZ-Tower ist unsere aktuell größte Büroentwicklung und wir freue uns, mit einem derart prestigeträchtigen Projekt eine neue Landmark für Frankfurt zu schaffen“, sagt Thomas G. Winkler, CEO der UBM Development.

Christian Paulus, Geschäftsführer der Paulus Immobiliengruppe, fügt hinzu: „Wir sind stolz, dass es uns gelungen ist, dieses baulich wie nutzerseitig herausragende Projekt für die F.A.Z. ohne Verzögerung durch diese turbulenten Zeiten zu steuern und möchten uns besonders bei allen Beteiligten für Ihr unermüdliches Engagement bedanken.“ (ffm)