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Letzte Aktualisierung: 30.09.2020

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Familienfreundliche, finanzstarke Stadt mit vielen Grünflächen

Stadtrat Schneider stellt neue Publikation der Frankfurter Kommunalstatistik vor

von Ilse Romahn

(11.09.2020) Frankfurt am Main wächst: Die steigende Bevölkerungszahl hat Auswirkungen auf die Struktur der Bevölkerung, den Flächenverbrauch und nicht zuletzt auf die städtischen Finanzen. Mit diesen drei Themen befassen sich die Frankfurter Statistischen Berichte 2020, die Stadtrat Jan Schneider, der für die Statistik zuständige Dezernent, jetzt vorgestellt hat.

„Die Kommunalstatistik veranschaulicht aktuelle Trends und liefert wertvolle Entscheidungshilfen für Politik und Verwaltung“, betont Schneider.

Frankfurt galt lange Zeit als die Stadt der Singles. Dieses Bild wandelt sich langsam. Der erste Artikel des Heftes betrachtet die Entwicklung der Frankfurter Wohnhaushalte seit 2009. Zwar überwiegen am Main nach wie vor die Einpersonenhaushalte. Doch mit der Einführung der Zweitwohnsitzsteuer im Januar 2019 sank ihr Anteil. Trotz des Rückgangs bestehen 52,6 Prozent der Frankfurter Haushalte aus Singles. Gleichzeitig steigt die Zahl der Familien mit zwei und mehr Kindern. „Frankfurt entwickelt sich immer mehr zur Familienstadt“, stellt Schneider fest.

Die derzeit durch Corona geprägte wirtschaftliche Lage wird sich auch auf die öffentlichen Finanzen der Stadt auswirken. „Noch gibt es dazu keine statistischen Werte, aber auch der Blick in die Vergangenheit ist interessant“, sagt Stadtrat Schneider über den dritten Artikel des Heftes. Darin ist dargestellt, wie sich der städtische Haushalt in den vergangenen Jahren entwickelt hat und wie Frankfurt im Vergleich mit anderen deutschen Städten steht. Die Zahlen belegen die Finanzkraft der Mainmetropole: Unter den 20 größten deutschen Städten hat Frankfurt pro Kopf sowohl die höchsten Einnahmen als auch die größten Aufwendungen.

„Zwar ist das Frankfurter Stadtgebiet im Vergleich mit anderen deutschen Großstädten eher klein, dafür ist aber der Anteil der Grünflächen mit mehr als 39 Prozent relativ hoch. Im Vergleich mit 14 weiteren deutschen Großstädten haben nur noch Dresden, Stuttgart und Leipzig einen höheren Anteil“, fasst Stadtrat Schneider den Beitrag über die Flächennutzung zusammen. Zwischen 2012 und 2018 ist die Zahl der Einwohner um gut zehn Prozent gestiegen, die versiegelte Verkehrs- und Siedlungsfläche hingegen nur um 0,8 Prozent. „Das ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass Frankfurt sorgfältig mit Flächen umgeht und nachhaltig wächst“, so Schneider. Für Wohnzwecke nutze Frankfurt derzeit nur 14,8 Prozent des Stadtgebiets, das ist der niedrigste Wert aller betrachteten Städte. Darüber hinaus werden in dem Beitrag auch die Unterschiede in den Stadtteilen herausgearbeitet.

Die Frankfurter Statistischen Berichte 2020 stehen unter http://www.frankfurt.de/statistische_berichte als kostenloser PDF-Download zur Verfügung. (ffm)