Fahrplan 2026: Frankfurt wird zur ICE-Drehscheibe – mehr Tempo, mehr Takt, mehr Europa
Mit dem neuen Fahrplan der Deutschen Bahn ab dem 14. Dezember 2025 wird Frankfurt im Fernverkehr deutlich gestärkt. Die Stadt profitiert von zusätzlichen Sprinterverbindungen, einem erweiterten Halbstundentakt und besseren internationalen Anschlüssen – bei gleichzeitig stabileren Fahrplänen und moderneren Zügen.
Foto: Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben
Zwischen Hamburg, Kassel, Frankfurt und Mannheim fahren ICE-Züge künftig halbstündlich versetzt. Die bisher zweistündlichen Verbindungen Hamburg–Frankfurt–Stuttgart werden nicht mehr über den Flughafen Frankfurt geführt, was die Fahrpläne stabilisiert und die Reisezeiten verkürzt. Auch am Tagesrand wird die Nord-Süd-Achse regelmäßiger bedient, Zwischenhalte in Fulda und Hanau werden angepasst.
Frankfurt erhält drei zusätzliche ICE-Sprinter nach Hamburg – mit nur einem Zwischenhalt in Hannover und einer Fahrzeit von rund 3,5 Stunden. Diese fahren im Vier-Stundentakt und teilweise weiter bis Flensburg oder im Sommer bis ins dänische Padborg mit Anschluss nach Kopenhagen. Auch die Sprinterverbindungen nach Berlin werden ausgebaut: Drei Zugpaare täglich fahren nonstop in vier Stunden, ebenfalls im Vier-Stundentakt.
International wird Frankfurt besser angebunden: Die ICE-Verbindung nach Brüssel fährt künftig ganzjährig im Zwei-Stundentakt mit acht Zugpaaren täglich. Ein neues Abendzugpaar startet um 20.15 Uhr ab Frankfurt Hbf. Auch die Verbindung nach Paris wird beschleunigt – mit Abfahrt um 11.02 Uhr ab Frankfurt Hbf und Ankunft um 14.56 Uhr aus Frankreich. Der Railjet nach Innsbruck entfällt 2026 baubedingt.
Für Reisende aus Mainz und Wiesbaden wird die Verbindung nach Köln schneller: Ein ICE fährt künftig bis zu 26 Minuten früher und erreicht Köln bereits um 7.57 Uhr. Ein neuer ICE ab Mainz um 6.40 Uhr fährt nach Erfurt, Leipzig und Dresden. Baubedingt entfallen jedoch zwischen Juli und Dezember 2026 temporär alle zweistündlichen ICE-Halte in Mainz auf der Linie nach Dresden.
Auch Darmstadt profitiert: Neue Direktverbindungen nach Berlin im Vier-Stundentakt sowie zwei morgendliche ICE-Fahrten via Erfurt bis nach Rügen ergänzen das Angebot. Die Strecke entlang der Bergstraße wird künftig ausschließlich mit ICE-Zügen bedient, ältere IC/EC-Züge entfallen.
Ab Juli 2026 kommt der neue ICE L auf die Strecke Frankfurt–Westerland (Sylt) und später auch nach Oberstdorf. Der Zug bietet barrierefreien Einstieg und ein Bordrestaurant. Die Main-Weser-Bahn wird künftig mit fünf statt sieben Zugpaaren bedient, vier davon fahren neu bis Bremen. In Friedberg halten vorerst keine ICE-Züge, mit Ausnahme des ICE L.
Die Generalsanierung der Strecke Hamburg–Berlin läuft noch bis Ende April 2026. Weitere Bauarbeiten betreffen die rechte Rheinstrecke zwischen Köln und Frankfurt (Juli–Dezember) sowie die Strecke Erfurt–Weimar–Jena–Gera ab September. Diese führen zu temporären Einschränkungen, etwa beim Railjet und bei einzelnen IC-Verbindungen.
Der Buchungsstart für den neuen Fahrplan ist am 15. Oktober. Tickets für nationale Verbindungen sind bis zu zwölf Monate im Voraus erhältlich, internationale Fahrkarten bis zu sechs Monate vor Reisebeginn.
Buchung und Informationen unter bahn.de und in der App DB Navigator.
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