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Letzte Aktualisierung: 13.04.2021

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Für Teilhabe an Kunst und Kultur von Kindheit an

von Ilse Romahn

(26.03.2021) Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen nachhaltig verbessern: Die ASSITEJ e. V., das Netzwerk der Darstellenden Künste für junges Publikum in Deutschland und weltweit, fordert jetzt einen politischen Beschluss zur Fortsetzung des Bundesprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“

„Kultur macht stark“
Foto: www.buendnisse-fuer-bildung.de
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Bei einem virtuellen Parlamentarischen Abend am 24. März diskutierten Partner des Programms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ – allesamt Akteure der Zivilgesellschaft mit künstlerischer und pädagogischer Expertise – mit Abgeordneten der Bundestagsausschüsse für Bildung, Kultur und Jugend. Fraktionsübergreifend bestand Konsens darüber, die Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen durch verlässliche Bildungsangebote dauerhaft zu verbessern. Dafür muss das erfolgreiche Bundesprogramm „Kultur macht stark“ unmittelbar nach 2022 fortgeführt werden. Eine Unterbrechung des Programms hätte zur Folge, dass viele Projekte Kultureller Bildung für Kinder und Jugendliche wegfallen, und würde zudem die lokalen Einrichtungen, Akteure und Strukturen, die den Erfolg des Programms garantieren, empfindlich schwächen.

Brigitte Dethier, Vorsitzende der ASSITEJ und Intendantin des Jungen Ensembles Stuttgart, stellt fest: „Der Welttag des Theaters für junges Publikum am vergangenen Samstag (20. März) und die große Resonanz auf das ASSITEJ Manifest haben eindrucksvoll gezeigt, dass die Künste ein Ort sind, an dem Kinder und Jugendliche eine Stimme haben, gehört werden, lautstark mitmischen und für ihre Rechte und Interessen einstehen. Das Engagement und der Ideenreichtum der Künstler an den Theatern ist Voraussetzung für diesen Freiraum, der nicht nur experimentell und schön, sondern für ein Miteinander der Generationen lebenswichtig ist. Unser erfolgreiches Programm „Wege ins Theater“ im Rahmen des Gesamtprogramms „Kultur macht stark“ erreicht Kinder und Jugendliche genau dort, wo es um etwas geht: Es geht – gerade jetzt – um das Miteinander in der Gesellschaft und um die Wertschätzung künstlerischer Ausdrucksformen als Teil unseres Lebens.“

Durch die Pandemie hat sich die bestehende Bildungsungleichheit in Deutschland weiter verschärft: Kinder und Jugendliche, die in Risikolagen aufwachsen, benötigen zukünftig noch größere Unterstützung durch zusätzliche Angebote der außerschulischen kulturellen Bildung. ausprobieren können, ist eine große Stärke des Programms, die erhalten bleiben muss. Das von bundesweit tätigen Fachverbänden und Initiativen durchgeführte Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) „Kultur macht stark“ schafft dank seiner großen Vielfalt zahlreiche Zugänge zu Kunst und Kultur und fördert gezielt die kreativen Ausdrucks- und Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen.

Das ASSITEJ Manifest bündelt konkrete Forderungen für eine zukunftsorientierte Kultur- und Bildungspolitik für alle Generationen. Denn gerade jetzt „wird sichtbar, wie dringlich es ist, für jedes Kind und jeder Jugendliche die gleichen Chancen und Teilhabemöglichkeiten zu schaffen und wie notwendig es ist, die Welt für alle Heranwachsenden gesund und nachhaltig zu gestalten. […] Kunst und Kultur spielen dabei eine besondere Rolle, denn sie erlauben uns, gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen unsere Phantasie zu nutzen, um eine Welt zu schaffen, in der wir alle leben wollen.“

Das Manifest reagiert darauf, dass durch die pandemiebedingte Bildungskrise die Teilhabe an Kunst und Kultur noch wichtiger wird. Für mehr Bildungsgerechtigkeit in Deutschland muss das Engagement des Bundes langfristig gesichert und die nahtlose Fortsetzung des Programms „Kultur macht stark“ noch in dieser Legislaturperiode beschlossen werden.

www.wegeinstheater.de    www.buendnisse-fuer-bildung.de