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Für Blut gibt es keinen künstlichen Ersatz

Patientenvertretung: Jeder Spendentropfen zählt!

Für die Patientenversorgung in Deutschland werden rund 15.000 Blutkonserven pro Tag benötigt. Auch in der Krebstherapie sind sie lebensnotwendig. Doch die Bereitschaft zum Blutspenden schrumpft in Deutschland bedrohlich. Die stellvertretende Vorsitzende der Interessenvertretung Patienten-&-Versicherte (IVPV), Bundesverband für Gesundheit und Soziales, Mechtild Pfeiffer-Krahl, schildert im neuen Infoblatt „Aufgepasst und Hergehört“ die Situation.

Sie beruft sich dabei auf Joshua Belack von der BZD Gesellschaft für Tranfusionsmedizin Duisburg und schreibt: „Personen, die bei Unfällen, Naturkatastrophen oder schweren Erkrankungen viel Blut verloren haben, benötigen dringend Bluttransfusionen, um ihr Leben zu retten. Nur mit Hilfe von Freiwilligen können wir die Versorgung mit lebenswichtigen Blutprodukten gewährleisten.“

Nur zwei bis drei Prozent der Deutschen gehen nach Angaben der BZD regelmäßig zur Blutspende und die Lücke zwischen Bedarf und Spendenaufkommen werde von Jahr zu Jahr größer. Durch die steigende Lebenserwartung nehme der Bedarf immer mehr zu, aber es kämen immer weniger Neuspender nach. Vielen Menschen sei garnicht bewusst, dass es für Blut trotz des medizinischen Fortschritts keinen künstlichen Ersatz gäbe.

„Umso wichtiger ist es, immer wieder auf den Stellenwert der Blutspenden hinzuweisen,“ so Pfeiffer-Krahl. „Wer gesund und spendenfähig ist, sollte sich mit dem Thema Blutspenden dringend auseinandersetzen,“ mahnt sie, denn „jeder Tropfen zählt und nur gemeinsam können wir etwas bewegen.“