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Letzte Aktualisierung: 05.05.2021

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Fünf besondere Kunstwerke und Museen rund um den Globus

Von Korallenskulpturen über Murals, Architektur & mehr

von Ilse Romahn

(29.04.2021) Kunst ist vielfältig und die Geschmäcker sind verschieden. Jeder Mensch hat eine individuelle Interpretation von Kunst, was genau der Grund ist, wieso Kunst so ein wichtiges und spannendes Kulturgut weltweit ist. Kaus Media Services stellt einige Kunstwerke und Museen verschiedenster Art von Arizona über Florida bis auf die Malediven vor, die die künstlerische Vielfalt verdeutlichen.

Tucson Rodeo Parade Museum
Foto: Visit Tuscon
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Coralarium – Ein lebendes Kunstwerk unter Wasser
Ein 100 Meter langer Unterwassersteg führt direkt vom weißen Sandstrand des Fairmont Maldives Sirru Fen Fushi n den türkisblauen Indischen Ozean. Am Ende des Stegs angelangt, erwartet Gäste eine einzigartige Stahlkonstruktion: das erste und einzige Korallenregenerationsprojekt in Form einer Unterwasserkunstinstallation. Ende 2019 hat das Resort eine Reihe neuer Skulpturen des international bekannten Künstlers und Meeresbiologen Jason deCaires Taylor im Coralarium, wie die Skulptur bezeichnet wird, vorgestellt – ein Museum, wie es so sonst an keinem Ort der Welt zu finden ist. Die Stahlkonstruktion des Coralarium bietet heute Hartkorallen, Schwämmen und Tausenden von Schwarmfischen ein Zuhause. Inspiriert von der natürlichen Schönheit des Korallenriffs bilden die Skulpturen ein künstliches Riff, das darauf abzielt, das Bewusstsein der Gäste für das bedrohte Ökosystem Malediven zu schärfen und gleichzeitig neuen Lebensraum für Meeresbewohner zu schaffen. Taylors Kunstwerke sind alle aus einem ungiftigen, pH-neutralen und meerwasserbeständigen Material. Jede der bis zu fünf Meter hohen Skulpturen besteht aus mehr als 500 künstlichen Seesternen, die speziell dafür entwickelt wurden, eine Vielzahl von Fischen und Krustentieren anzulocken – so bleiben an der rauen Oberfläche Algen und weitere Partikel haften, die Korallenlarven anziehen, dunkle Ecken und Höhlen bieten zudem Fischen und Schalentieren das ideale Versteck – und so wird jede Skulptur zum Leben erweckt und verwandelt künstliche in lebende Organismen.

Open Air Galerie in St. Pete/Clearwater
Bunt, bunter, St. Pete: Floridas Sunshine City St. Pete an der Küste des Golfs von Mexiko hat nicht umsonst einen sehr kreativen Ruf. Alleine in Downtown St. Pete findet man über 90 farbenfrohe Murals, die von lokalen, nationalen und internationalen Künstlern angefertigt wurden. Jedes Jahr findet in St. Pete außerdem ein designiertes Festival statt – das SHINE Festival – währenddessen die Open Air Galerie im Sunshine State stetig erweitert wird. 2020 fand dieses zum ersten Mal unter einem bestimmten Motto statt: Umweltschutz und Meeresschutz. Alle Wandbilder griffen ein Thema auf, was Regionen an der Küste derzeit beschäftigt. Dazu gehört beispielsweise die Auswirkungen von Einweg-Kunststoffen auf das Meeresleben, Überfischung und wie die Umweltverschmutzung die Ozeane praktisch entwürdigt. Das Ziel der Initiative war es, die Menschen noch mehr für das Thema zu sensibilisieren.
In St. Petes Open Air Galerie findet man jedoch auch komplett andere Themen. Mit dem Mural „You are my Sunshine“ beispielsweise, nehmen zwei Künstler aus der Region Bezug auf den Spitznamen der Stadt – Sunshine City. Das Wandbild repräsentiert, wie sehr die Einwohner St. Petes sich mit der Stadt verwurzelt fühlen und sie die lokale Gemeinschaft schätzen.
 
Taliesin West – ein architektonisches Kunstwerk bei Scottsdale
Frank Lloyd Wright gehörte ohne Frage zu den bekanntesten und schillerndsten Vertretern der amerikanischen Architekturszene. Mit dem Taliesin West vor den Toren Scottsdales schuf er 1937 nicht nur ein architektonisches Meisterwerk, sondern gleichzeitig auch einen persönlichen Rückzugsort und sein eigenes Wüstenlabor. Wrights Verständnis von einer organischen Architektur zeigt sich in dem ganzen Gebäude. Es wird deutlich, dass Natur, Farben und Materialien der atemberaubenden Sonora Wüste das Architekturgenie maßgeblich inspirierten. Taliesin West war allerdings nicht nur Wrights Rückzugsort, sondern zugleich Architekturschule. Auch heutzutage ist das Gebäude Hauptsitz der Frank Lloyd Wright School of Architecture. Wrights Ideen und zahlreiche Werke seiner Schüler sind daher auch im gesamten Stadtbild von Scottsdale wiederzufinden.
 
Parrish Art Museum – von einer kleinen Kunstgalerie zu einem bedeutsamen Museum
Das Parrish Art Museum auf Long Island hat sich seit Mitte der 1950er Jahre von einer kleinen, dörflichen Kunstgalerie zu einem der bedeutendsten Kunstmuseen Amerikas entwickelt. Heute beherbergt es über 3.000 Werke zeitgenössischer Maler und Bildhauer wie John Chamberlain, Chuck Close, Eric Fischl, April Gornik, Elizabeth Peyton sowie Meister wie Dan Flavin, Roy Lichtenstein, Jackson Pollock und Willem de Kooning. Ein besonderes Highlight ist zudem die Architektur des Gebäudes: Das innovative Design, das von Licht, Wasser und Himmel inspiriert ist, integriert das Museum auf einmalige Weise in die Landschaft. Gelegen auf einer riesigen Wiese, ehrt das von den Architekten Herzog & de Meuron entworfene und von der Kritik gefeierte Gebäude die natürliche Umgebung des East Ends von Long Island. Das Museum hat ein großes Portfolio an Online-Angeboten zusammengestellt, sodass man die facettenreiche Ausstellung in Form von Videos, Virtuellen Touren und mehr von zu Hause erkunden kann.
 
Tucson Rodeo Parade Museum – hier werden alte Traditionen Arizonas lebendig
Arizonas Kunstszene könnte kaum facettenreicher nicht. Einen anschaulichen Einblick in die früheren Wild-West Zeiten des Grand Canyon States zeigt jedoch das Tucson Rodeo Parade Museum. Seit 1925 hört man in den Straßen von Tucson jeden Februar das Klappern von Hufeisen auf dem Pflaster und das Rattern alter Wagenräder. Die Tucson Rodeo Parade lädt seitdem Cowboys- und Girls dazu ein das berühmte Tucson Rodeo zu feiern. Die Parade ist die größte nicht-motorisierte Parade der Vereinigten Staaten, da die Wagen ausschließlich von Pferden gezogen werden.
In den fast 100 Jahren dieser Tradition hat das Paradekomitee mehr als 125 Wagen gesammelt. Während man einigen anhand der Gebrauchsspuren die individuelle Historie genau ansieht glänzen andere wiederum stolz im besten Museumszustand. Bei einem Besuch im Tucson Rodeo Parade Museum kann man sich diese umfassende Sammlung, die im Laufe der Jahre entstanden ist ansehen. Darunter befinden sich diverse historische Schätze, wie beispielsweise Tucsons ersten Müllwagen oder den ersten Feuerwehrwagen der Stadt und viele mehr. Einige der ausgestellten Wägen werden auch weiterhin bei der Parade eingesetzt. Das Museum beinhaltet jedoch auch weitere interessante Exponate, wie beispielsweise eine Eisenbahnausstellung und eine weitere Ausstellung, die Tucson wie in den frühen 1900er Jahre nachstellt. Das Gelände des Museums hat übrigens auch einen spannenden geschichtlichen Hintergrund: So befindet es sich auf dem ersten kommunalen Flugplatz der Vereinigten Staaten. Ein Teil der Wagensammlung befindet sich sogar noch im früheren Flugzeughangar.

Visit Tuscon