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Letzte Aktualisierung: 10.12.2019

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Führungswechsel im Frankfurter Grünflächenamt

Heike Appel wird Nachfolgerin von Stephan Heldmann

von Ilse Romahn

(25.11.2019) Mit Beginn des neuen Jahres hat das Frankfurter Grünflächenamt eine neue Amtsleitung: Die bisherige stellvertretende Amtsleiterin Heike Appel tritt zum 1. Januar 2020 die Nachfolge von Stephan Heldmann an. Der Frankfurter Magistrat hat zu Appels Ernennung seine Einwilligung gegeben.

Ab Januar ist Heike Appel die Leiterin des Frankfurter Grünflächenamtes
Foto: Stadt Frankfurt / Christoph Boeckheler
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Heldmann geht nach 16 Jahren als Amtsleiter und insgesamt 30 Jahren beim Grünflächenamt in den Ruhestand. „Stephan Heldmann hat für die Stadt Frankfurt und ihre Bürgerinnen und Bürger über viele Jahre sehr viel geleistet und wichtige Projekte realisiert. Dafür und für seinen unermüdlichen Einsatz möchte ich ihm sehr herzlich danken“, sagte Umweltdezernentin Rosemarie Heilig am Freitag und weiter: „Ich freue mich, gemeinsam mit Heike Appel den Weg zu einem grüneren Frankfurt weiterzugehen und gemeinsam Lösungen zu finden für eine klimagerechte Gestaltung des städtischen Grüns.“

Nach dem Studium der Landespflege an der Fachhochschule Wiesbaden arbeitete Appel mehrere Jahre in Landschaftsarchitekturbüros im Rhein-Main-Gebiet, bevor sie 1996 zum Frankfurter Grünflächenamt wechselte. Hier war sie zunächst für die Planung von Außenanlagen an Schulen und Kindertagesstätten zuständig, später als Sachgebietsleiterin für Projektentwicklung und übergeordnete Planung. 2004 wurde die heute 56-Jährige als Leiterin der Abteilung Planung und Bau auch stellvertretende Amtsleiterin des Grünflächenamtes.

Unter ihrer Leitung gestaltete das Grünflächenamt weite Teile sowohl des innerstädtischen Mainufers, aber auch in Niederrad, Fechenheim und Schwanheim um, und erneuerte nach und nach die denkmalgeschützten Parkanlagen, wie beispielsweise den Grüneburgpark, den Höchster Stadtpark oder, gerade aktuell, den Ostpark.

Stolz ist sie auf die Entwicklung des Hafenparks: „Schon die Planung war außergewöhnlich. Durch die Online-Umfrage hatten wir ein recht genaues Bild, welche Art von Park sich die Frankfurterinnen und Frankfurter wünschen. Ihre Ideen konnten wir größtenteils umsetzen. Und es freut mich immer wieder, wie gut der Hafenpark von Anfang an angenommen wurde“. Auch in Zukunft setzt Heike Appel auf die Einbindung der späteren Parkbesucher: „Ohne Bürgerbeteiligung sind Vorhaben und Pläne aus meiner Sicht nicht mehr durchsetzbar. Auch, wenn Prozesse dadurch länger dauern, sind am Ende alle zufriedener und das Gesamtergebnis besser.“

Ein weiteres, aktuelles Thema ist die Anpassung an den Klimawandel. „Hier stehen wir vor der enormen Herausforderung, die Stadt nachhaltig und klimaverträglich zu gestalten, mit ausreichend großen Grünflächen, hitze- und trockenheitsverträglichen Baumarten und einem funktionierenden Regenwassermanagement.“ Ein Glück sei es, dass die alten Fronten zwischen Städtebau und Grünplanung angesichts des Klimawandels nun aufgebrochen seien. „Mittlerweile haben alle verstanden, wie wichtig öffentliches Grün gerade in wachsenden Städten ist. Dennoch brauchen wir starke, handlungsfähige Grünflächenämter mit gut ausgebildetem Fachpersonal und einem auskömmlichen Budget. Nur so können wir die aktuellen und künftigen Herausforderungen gut meistern und das Bewusstsein für den gesellschaftlichen Wert von öffentlichem Grün weiter stärken.“ (ffm)