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Letzte Aktualisierung: 29.07.2021

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Förderverein Zoo-Freunde Frankfurt gegründet

von Karl-Heinz Stier

(10.06.2021) Der Zoo Frankfurt erhält neue Unterstützung aus der Bürgerschaft. Seit Mai 2021 steht ihm der Förderverein „Zoo-Freunde Frankfurt e.V." zur Seite.

Der Verein wurde von engagierten Bürgern während den Monaten der Corona-Pandemie auf den Weg gebracht. Die Zoo-Freunde wollen dazu beitragen, den Besuchern die Bedeutung des Zoos von biologischer Vielfalt, Natur- und Artenschutz anschaulich nahezubringen.

Sie unterstützen ihn vor allem bei Bildungsaktivitäten zugunsten eines besseren Tierverständnisses. Mitglieder der Zoo-Freunde können Einzelpersonen aber auch Institutionen sein. Gemeinsam ist ihnen, dass sie um die Bedeutung der Tiere für das „Netz des Lebens“ und die Gesellschaft wissen und Zoos als Orte wertschätzen, die sich aktiv und nachdrücklich für den Erhalt der Tierwelt einsetzen.

Und das sind die Mitgliedpreise: für die Einzelmitgliedschaft 30 Euro, für Partnermitgliedschaften 50 Euro, häusliche Gemeinschaft mit Kindern 60 Euro, alle jeweils pro Jahr. Ihr Vorteil: sie erhalten 15 % Ermäßigung bei Jahreskarten, nehmen an exklusiven Veranstaltungen und Führungen für Vereinsmitglieder teil, darunter ein jährliches Treffen mit leitenden Zoo-Mitarbeitern.

Die Frankfurter Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, Dr. Ina Hartwig, erinnerte in der Pressekonferenz auf der Terrasse des Zoo-Gesellschaftshauses, dass bereits die Zoogründung vor über 160 Jahren dem bürgerschaftlichen Engagement zu verdanken war. „Ich bin mir sicher, dass der Förderverein rasch Fuß fassen wird und bei der Erfüllung seiner Aufgaben nicht nur finanziell hilft, sondern seine Mitglieder sich direkt und persönlich engagiert“.

„Allen, denen der Frankfurter Zoo am Herzen liegt, bietet sich nun eine neue Möglichkeit, sich für seine Weiterentwicklung und Modernisierung stark zu machen“, so der Vorsitzende der Zoo-Freunde-Frankfurt, der Biologie Prof. Dr. Bruno Streit. Als erste Hauptaufgabe des Fördervereins nannte er die Verbesserung des weltweit einmaligen Grzimek-Hauses mit seiner großen Nachttierabteilung, zu dem innerhalb der Jahresfrist ein Projekt vorgestellt werden soll. Sein Stellvertreter, Wilfried Köhler, begeisterter Biologe und Psychiater und jahrelanger Krankenhausdirektor in Frankfurt, wies auf die Auswirkungen der Pandemie hin, in der nicht nur mehr Haustiere angeschafft wurden, sondern dass Menschen eine neue Emotionalität mit Tieren gemeinsam und mit starker Bindung entwickelt haben. Er wies als Beispiele darauf hin, dass wir Menschen gesundheitlich vom Schlangengift profitieren und dass ein längeres Sitzen vor einem Aquarium eine Senkung des Blutdruckes zur Folge habe.

Der scheidende Zoodirekter Dr. Miguel Casares zeigte sich glücklich darüber, dass es nun mit Frankfurt als zweitletzten Tiergarten in Deutschland auch einen Förderverein gibt, zumal Frankfurt mit zu den letzten in der Bundesrepublik gezählt habe. „Ich hoffe, dass der Verein auch seinem Nachfolger (Nachfolgerin)  so engagiert und vertrauensvoll zur Seite stehen werde, wie es sich in den letzten Monaten bereits angelassen habe.

Im Gegensatz zur Zoologischen Gesellschaft Frankfurt von 1858, die eine der wichtigsten Natur- und Artenschutzorganisationen Deutschlands ist und in mehreren Regionen der Welt tätig ist, bieten die Zoo-Freunde Frankfurt seinen Mitgliedern vielfältige Möglichkeiten für den Zoo aktiv zu werden und seine weitere Entwicklung zu fördern.