Explodierende Pflanzen und leuchtende Pilze
Spannendes Buch vermittelt viel interessantes Wissen
Pflanzen und Pilze sind wichtige Bestandteile der Natur. Sie machen schon immer die Erde zu dem, was sie ist. In dem überaus informativen und spannenden Werk „Pflanzen & Pilze“ des DK-Verlags erfahren die Leser viel Wissenswertes und auch Kurioses über diese Thematik, die auch die Bereiche Wälder und Lebensmittel einschließt.
Foto: DK-Verlag
Es ist eine Ewigkeit her: Vor etwa 500 Millionen Jahren besiedelten die ersten Pflanzen das Land. Pilze gab es bereits. Im Laufe der Zeit verwandelten Pflanzen und Pilze kontinuierlich die Erde. Vor 380 Millionen Jahren breiteten sich hernach Wälder aus. Die Erfolgsgeschichte des Erdballs nahm seinen Lauf. Dies erfährt man einleitend in dem reich bebilderten Buch.
Fast überall, wo Wasser, Luft und Licht zur Verfügung stehen wachsen Pflanzen. Rund 400 000 verschiedene Arten haben Wissenschaftler untersucht. Dem Pflanzenreich gehören unglaublich viele Arten an, von winzigen Moosen bis zu riesigen Bäumen. Die verschiedenen Pflanzenarten sind in Gruppen zusammengefasst. Es gibt mehr als 600 Pflanzenfamilien, von denen die meisten Blütenpflanzen sind, etwa Orchideen oder Chrysanthemen. Auch Süßgräser wie Weizen und Reis zählen dazu. Kletter- und Kriechpflanzen wollen alle viel Licht einfangen. Sie bilden in der Regel mit ihrer Blütenpracht ein reizvollen Anblick. Beispiele sind etwa Bougainvillea oder Blauregen. Und zu den Wasserpflanzen zählen See- und Teichrosen.
Moose waren die ersten Landpflanzen. Sie entwickelten sich vor 480 Millionen Jahren, schildert das Buch, in dem mehrere Autoren ihr Fachwissen unterbreiten. Auch Farne sind eine uralte Pflanzengruppe, vor rund 400 Millionen Jahren traten sie in Erscheinung. Einige sind klein und wachsen an schattigen Orten, andere können so hoch wie Bäume werden.
Auch Bäume bekommen in dem Werk einen gebührenden Raum. Hierbei gibt es ebenso einzelne Gruppen. Nadelbäume sind meist immergrün und haben nadelförmige Blätter. Wie etwa der Mammutbaum, die Mittelmeer-Zypresse oder die Kiefer. Ebenso gehören die meist tropischen Palmen zu den immergrünen Arten. Laubbäume wie Eichen, Buchen oder Kastanien dagegen haben breite und flache Blätter, die sie bekanntlich in der kälteren Jahreszeit abwerfen. Sie kommen ebenfalls in vielen Wäldern der Erde vor.
Pflanzen sind bekanntlich auch nützlich für Menschen. Daher richten die Autoren ihren Blick auf die Ernährung. Lebensmittel sind reich an Nährstoffen wie Kohlehydrate, Proteine und Ballaststoffe. Reis, Zuckerrohr, Gemüse und Früchte bereichern unser Speiseangebot. Gerste steckt im Bier, Wein wird aus Trauben gekeltert und dank Kakao gibt es Schokolade. Und Gewürze verfeinern die unterschiedlichsten Gerichte. Mit Heilpflanzen werden Krankheiten behandelt, Pflanzenmaterial wird als Holz, Baumwolle oder Gummi im Hausbau eingesetzt.
Es gibt in der Pflanzenwelt darüber hinaus sehr merkwürdige Exemplare, erfährt der Leser. Fleischfressende Pflanzen wie die Venusfalle fangen und töten Tiere, weil sie deren Nährstoffe benötigen. Einige Früchte, beispielsweise die Spritzgurke explodieren gar, um ihre Samen weit zu verbreiten.
Und dann sind da noch die Pilze. Sie werden ebenfalls detailliert und lehrreich abgehandelt. Pilze, so informiert das Werk, sind keine Pflanzen, keine Tiere und keine Bakterien. Sie gehören einem eigenen Reich an. Pilze durchwachsen ihre Nahrung, darunter Kleintiere, und verdauen diese außerhalb ihres Körpers. Es gibt viele tausend Pilzarten. Sie sind in fünf Hauptgruppen zugeordnet.
Es gibt schmackhafte Sorten wie Champignons, Pfifferlinge oder Shiitake , aber auch giftige Exemplare wie der Grüne Knollenblätterpilz oder der Kahle Krempling. Einige Pilze wie der Australische Geisterpilz leuchten gar im Dunkeln. Und nicht zuletzt sind Pilze gar Lebensretter: Einige von ihnen töten Bakterien ab, indem sie Antibiotika bilden.
Pflanzen und Pilze. Die Natur in spektakulären Bildern. DK-Verlag/Penguin Random House; ISBN 978-3-8310-4913-4
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