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Letzte Aktualisierung: 24.09.2021

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Expertenkommission Paulskirche gegründet

von Ilse Romahn

(14.09.2021) Unter dem Vorsitz von Volker Kauder hat sich in Frankfurt am Main die Expertenkommission Paulskirche konstituiert und die Arbeit aufgenommen. Das Gremium, eingesetzt von Kulturstaatsministerin Monika Grütters, berät die Stadt Frankfurt, das Land Hessen und den Bund (BKM) beim Projekt Paulskirche.

Peter Feldmann, Monika Grütters und Axel Wintermeyer.
Foto: Stadt Frankfurt, Foto: Maik Reuß
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Am Demokratieort Paulskirche soll ein nationaler Erinnerungs-, Gedenk und Lernort entstehen. Angestrebt wird, dafür bis Ende 2022 einen konkreten Umsetzungsvorschlag zu präsentieren.
 
Der Hausherr, Oberbürgermeister Peter Feldmann, begrüßte die Kommission am Sonntagabend, 12. September, und führte sie durch die Paulskirche: „Von dieser hochkarätig besetzten Kommission erwarte ich mir wertvolle Impulse für das Gesamtprojekt bestehend aus Paulskirche und ‚Haus der Demokratie‘. Gemeinsam schaffen Bund, Land und Stadt einen Ort, wo wir Demokratie erinnern, Demokratie lernen und Demokratie praktizieren. In diesen Tagen gibt es kaum ein spannenderes Vorhaben“, sagte Frankfurts Stadtoberhaupt.
 
Kulturstaatsministerin Grütters sagte: „Die Paulskirche ist ein Schlüsselort unserer Freiheitsgeschichte, den wir gemeinsam zu einer nationalen Erinnerungs-, Gedenk- und Lernstätte ausbauen wollen. Mehr Demokratiegeschichte wagen: Dafür steht die hochkarätige Expertenkommission, die sich speziell der Paulskirche widmet. Daneben wird die neue Bundesstiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte ihre Arbeit aufnehmen, um neben der Paulskirche auch die vielen weiteren authentischen Orte der Freiheit und Demokratie in ganz Deutschland stärker als bisher ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.“
 
Kommissionsvorsitzender Volker Kauder sagte: „Die Paulskirche ist ein demokratischer Leuchtturm, er soll zusammen mit einem Haus der Demokratie Erfahrungsort und Lernort werden und zum Bewusstsein beitragen, dass Demokratie ein Prozess ist, der unserer aller Unterstützung braucht.“
 
Staatsminister Axel Wintermeyer sagte: „Die Paulskirche ist von herausragender Bedeutung für die Demokratiegeschichte und Erinnerungskultur in Deutschland. Sie ist ein doppeltes Symbol für die Wiege des deutschen Parlamentarismus und unserer Verfassungsgeschichte sowie für den demokratischen Neubeginn nach den Schrecken des Nationalsozialismus. Dazu ist sie ein authentischer Ort, an dem Geschichte nicht nur erfahrbar, sondern auch begehbar ist. Die Entwicklung zu einem nationalen Lern- und Erinnerungsort, die wir als Landesregierung unterstützen, ist wichtig, um die Paulskirche als Stätte der Freiheit wieder mehr im Bewusstsein zu verankern. Ich bin gespannt auf das Konzept, das die Expertenkommission vorlegen wird.“
 
Das erste Arbeitstreffen der Kommission fand am Montag, 13. September, im Ludwig-Landmann-Saal im Römer statt. (ffm)