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Letzte Aktualisierung: 17.06.2024

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Europawahl: Rekordinteresse an der Briefwahl

von Ilse Romahn

(24.05.2024) Seit Öffnung des Frankfurter Briefwahllokals am 29. April wurden insgesamt 101.170 Briefwahlanträge (Stand: 22.05.2024, 18. Tag vor der Wahl) ausgestellt. Bei der Europawahl 2019 wurden zum gleichen Zeitpunkt 59.941 Anträge auf Briefwahl bearbeitet. Es ergibt sich ein Plus von rund 69 Prozent.

„Noch nie haben so viele Wählerinnen und Wähler bei einer Europawahl in Frankfurt von der Briefwahl Gebrauch gemacht“, sagt die für den Bereich Wahlen zuständige Dezernentin Eileen O‘Sullivan. „Natürlich hat sich das Pandemiegeschehen der vergangenen Jahre nachhaltig auf die Gewohnheiten der Wählenden ausgewirkt und den Trend zur Briefwahl verstärkt. Die Gesellschaft ist aber auch ‚digitaler‘ geworden. Zudem ist es inzwischen sehr komfortabel, über den personalisierten QR-Code auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung mit einem Smartphone oder über das Internet einen Antrag auf Briefwahl zu stellen.“

Allen Wahlberechtigten, die von der Briefwahl Gebrauch machen möchten, wird empfohlen, den Briefwahlantrag möglichst bis zum 29. Mai 2024 zu stellen, damit genügend Zeit für den Versand und den Rücklauf der Briefwahlunterlagen bleibt. Pro Postweg sollte mit wenigstens drei Tagen Postlaufzeit gerechnet werden. Gesetzlich ist eine Beantragung von Briefwahlunterlagen bis zum 7. Juni 2024, 18 Uhr, möglich. Zudem besteht für alle Wahlberechtigten die Möglichkeit, im Briefwahllokal, Stiftstraße 29, während der Öffnungszeiten den Antrag auf Briefwahl zu stellen und vor Ort auch gleich die Stimme abzugeben. Auch diese Möglichkeit besteht bis Freitag, 7. Juni 2024, 18 Uhr.

Alle, die bereits Briefwahlunterlagen erhalten haben, sollten diese schnellstmöglich an das Wahlamt zurücksenden. Der Anteil der zurückgeschickten Wahlbriefe an den ausgestellten Briefwahl-unterlagen beträgt aktuell erst knapp 43 Prozent.

Rote Wahlbriefe, die bis zu einer regulären Samstagsleerung am 8. Juni in die gelben Postbriefkästen eingeworfen werden, werden der Wahlbehörde noch rechtzeitig von der Deutschen Post übergeben.

Wahlberechtigte, die ihren Wahlbrief am Wahlwochenende kurzfristig abgeben möchten, können zudem bis zum Wahlsonntag, 9. Juni 2024, 18 Uhr, nachfolgende Hausbriefkästen des Bürgeramtes, Statistik und Wahlen nutzen:

Bürgeramt, Statistik und Wahlen, Zeil 3, 60313 Frankfurt am Main
Wahlamt, Briefwahllokal, Stiftstraße 29, 60313 Frankfurt am Main
Bürgeramt Höchst, Dalbergstraße 14, 65929 Frankfurt am Main
Zudem ist die Abgabe des roten Wahlbriefes am Wahlsonntag bei der zentralen Briefwahlergebnisermittlung in der Messehalle 1, Friedrich-Erhard-Anlage 1, möglich. Eine Abgabe des roten Wahlbriefes in einem Frankfurter Wahlraum ist am Wahltag hingegen nicht zulässig.

„Frankfurter Wahlbriefe, die dem Wahlamt nicht bis zum 9. Juni 2024 um 18 Uhr vorliegen, können bei der Wahl leider nicht berücksichtigt werden. Das Risiko, dass der Wahlbrief nicht rechtzeitig eingeht, trägt hierbei die Wählerin oder der Wähler“, erläutert die Amtsleiterin des Bürgeramtes, Statistik und Wahlen, Lisa Rühmann.

Alle anderen Wahlberechtigten können am Wahltag, 9. Juni 2024, von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Die auf das Frankfurter Stadtgebiet verteilten 375 Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Fast alle Wahlräume sind barrierefrei zugänglich. Die Barrierefreiheit eines Wahlraumes wird mit einem Piktogramm auf der Wahlbenachrichtigung gekennzeichnet. Selbstverständlich können sich alle Wahlberechtigten auch direkt an das Wahlamt unter der Hotline 069/212-40400 wenden. Zudem besteht auf der Internetseite frankfurt.de/briefwahlunterlagen unter der Rubrik „Wo ist mein Wahllokal?“ die Möglichkeit, den zugeordneten Wahlraum selbst zu ermitteln und Informationen zur Barrierefreiheit zu erhalten.

Weitere Informationen zur Europawahl sind im Internet unter frankfurt.de/wahlen unter der Rubrik „Europawahl 2024“ abrufbar. (ffm)