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Letzte Aktualisierung: 16.04.2024

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Eure Plasmaspende rettet Leben

von Ilse Romahn

(03.04.2024) CSL Plasma Center Frankfurt: Kinder mit angeborenem Immundefekt bedanken sich bei Plasmaspendern

Michaela Schaffrath zusammen mit Immundefekt-Patient Justus Schimpf (links) und seiner Schwester Cosima (rechts) – sie spendet regelmäßig Plasma.
Foto: CSL Plasma Center Frankfurt / Enrico Sauda
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Ein persönliches Dankeschön beweist hohe Wertschätzung: Fünf Kinder mit ihren Eltern besuchten das CSL Plasma Center Frankfurt, um sich bei Plasmaspenderinnen und -spendern zu bedanken. Die Kinder leiden an der seltenen Krankheit des angeborenen Immundefekts und sind auf lebensrettende Medikamente aus Blutplasma angewiesen – das in Plasma Centern gesammelt wird.

„Es ist für Spender sehr motivierend und wertvoll, aus erster Hand zu erfahren, wer das von ihnen gespendete Plasma erhält. Damit bekommt ihre Spende einen sehr persönlichen Bezug“, freute sich Thomas Schneider, Director Plasma Operations CSL Plasma, über den Besuch der jungen Patientinnen und Patienten. Diese waren auf Initiative der Patientenorganisation dsai – Deutsche Selbsthilfe angeborene Immundefekte e. V. nach Frankfurt gekommen. „Ich weiß, dass ich mit meiner Spende Leben rette“, sagte Plasmaspender Igor Cvetkov, „aber das ist natürlich sehr abstrakt. Daher war es ein sehr schönes Erlebnis, ein paar der Menschen kennenzulernen, für die ich mein Plasma spende, das macht die Sache sehr real und konkret. Und es motiviert mich, weiter regelmäßig zu spenden.“

Justus Schimpf war einer der Besucher im Plasma Center Frankfurt. „Nur dank der Plasmaspenden vieler Freiwilliger kann ich überleben“, erklärt der 14-Jährige. „Daher danke ich allen Spendern für die Zeit, die sie dafür investieren.“ Bei Menschen mit einem angeborenen Immundefekt ist das Immunsystem nicht in der Lage, Krankheitserreger abzuwehren. Die Folge sind häufige, oft schwere Infektionen, die im schlimmsten Fall zum Tod führen können. Medikamente aus Plasma liefern ihnen die fehlenden Abwehrstoffe und ermöglichen ihnen ein nahezu normales Leben.

„Leider übersteigt der Bedarf an Plasma seit Jahren das Angebot“, stellt Thomas Schneider fest. „Wir können daher nur an jeden gesunden Menschen ab 18 Jahren appellieren, Plasma zu spenden.“ Grundsätzlich ist die Plasmaspende bis zu 60-mal in zwölf Monaten möglich. Ob ein Spendenwilliger die gesundheitlichen Voraussetzungen erfüllt, wird vor der Spende durch eine medizinische Untersuchung festgestellt.

Auch Michaela Schaffrath, seit 14 Jahren Schirmherrin der dsai, war zu Besuch im Frankfurter Center. Sie betonte: „Als gelernte Kinderkrankenschwester setze ich mich sehr gerne für die Patientinnen und Patienten ein. Ich spende selbst auch Plasma und möchte dazu motivieren, gleiches zu tun, um Menschen das Leben zu retten.“

Ein TV-Beitrag zum Patientenbesuch im Plasma Center Frankfurt wurde im Magazin Brisant in der ARD ausgestrahlt.