EU packt das Palmöl aus dem Tank
MdEP Häusling begrüßt Verbot der Beimischung zum Diesel
„Allerhöchste Zeit war es, sich von dem Mythos zu verabschieden, bei Sprit aus Palmöl handele es sich um eine umweltfreundliche Art des Treibstoffs“, schrieb er in einer Pressemeldung dazu. „Weit gefehlt – die Folgen der Palmölplantagen für Artenvielfalt, Klima und indigene Völker zeigen schon lange, dass dem nicht so ist. Nun hat auch die Europäische Kommission, Palmöl das Prädikat der Nachhaltigkeit entzogen. Dazu hat sicherlich auch der Protest der Kampagne ‚NotInMyTank‘ und vieler anderer NGOs beigetragen.“
Die Nachbesserung der Kommission zur Erneuerbaren Energien Richtlinie zeige einmal mehr, dass zivilgesellschaftliches Engagement sich auszahle. Auch wenn Indonesien und Malaysia, die Hauptproduzenten des Palmöls, wüteten - die Entscheidung der Europäischen Kommission sei goldrichtig. Wehmutstropfen bleibe allerdings, dass erst 2030 das letzte Mal mit Palmöl getankt werden dürfe. Das sei Häuslings Überzeugung nach viel zu spät.
„Denn“, so Häusling weiter, „seit Langem ist anhand vieler Studien belegt, dass ein Anbau von Pflanzen für Agrosprit nicht nachhaltig ist, ja zum Teil klimaschädlicher als fossiler Kraftstoff. Das gilt für Mais, Soja, Raps und Palmöl gleichermaßen. Generell muss es in der Verkehrspolitik deutlich mehr in Richtung Mobilitätsvielfalt und Effizienzsteigerung gehen. Eine protzige Dinosauriermobilität mit SUVs, auf die gerade die deutsche Automobilindustrie setzt, ist völlig aus der Zeit gefallen.“
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