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Letzte Aktualisierung: 09.12.2019

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Eschborner Stephan Schwammel mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

„Für eine Stadt für alle“

von Adolf Albus

(02.12.2019)  Für sein vielfältiges ehrenamtliches Wirken ist der frühere stellvertretende Eschborner Stadtverordnetenvorsteher Stephan Schwammel ausgezeichnet worden. Aus der Hand von Landrat Michael Cyriax erhielt er das Bundesverdienstkreuz. Bei der Übergabe im Bürgerzentrum Niederhöchstadt würdigte die Verdienste des sozial engagierten langjährigen Kommunalpolitikers.

Landrat Michael Cyriax (li.) bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Stephan Schwammel
Foto: Matthias Knapp
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Der aus Fulda stammende Schwammel war viele Jahre SPD-Stadtverordneter, von 2001 bis 2015 stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher. Er saß im Aufsichtsrat der städtischen Wohnungsbaugesellschaft und engagierte sich in der Sozialpolitik und der Kultur. Selbst durch eine Muskelerkrankung schwer behindert, betrieb er den Aktionsplan der Stadt zur Behindertenkonvention der UN und setzte sich für behindertengerechte Bauvorhaben ein. Darüber hinaus gehörte er zu den Initiatoren eines Jugendzentrums, gestaltete drei Jahrzehnte lang das Programm des Kinos und der Kleinkunstbühne „Eschborn K“ und war Vorstandsmitglied des Volksbildungswerkes. Ebenfalls ehrenamtlich engagierte er sich im Kreisvorstand des Sozialverbandes VdK und ist bis heute Vorsitzender der Ortsgruppe Eschborn. Beim Arbeiter Samariter Bund Eschborn war er im Rettungsdiensteinsatz und leistete Telefondienst.

 Schwammels Wirken zeige, „was ehrenamtliches Engagement in der Kommunalpolitik bewirken kann“, so Cyriax. Es sei ihm darum gegangen, die Stadt mit ihren Angeboten „zu einer Stadt für alle zu machen“ und sich auch für die einzusetzen, die es aus gesundheitlichen oder finanziellen Gründen im Leben schwerer hätten. Er habe nicht „Politik vom grünen Tisch aus gemacht“, sondern sei selbst „ehrenamtlich mittendrin gewesen im Eschborner Leben.“ Dabei habe er seine eigene Erfahrung als Behinderter zum Wohl anderer Menschen mit Beeinträchtigungen eingebracht.

Hauptberuflich arbeitete der studierte Wirtschaftler und Wirtschaftspädagoge zunächst als Bankkaufmann, dann beim Fernmeldeamt in Eschborn und der Oberpostdirektion Frankfurt.

Das Verdienstkreuz des Verdienstordens wird vergeben für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen und besondere Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland, etwa im sozialen und karitativen Bereich.