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Letzte Aktualisierung: 21.01.2022

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Eschborn: Betrüger erbeuten Wertgegenstände

von pm/ots

(07.01.2022) Am Mittwochnachmittag kam es auf dem Parkplatz einer Bäckerei in der Hauptstraße in Eschborn zur Übergabe von Wertgegenständen und Bargeld nach einem vorangegangenen Betrug durch den sogenannten "Schockanruf".

Zuvor hatte eine Dame aus Eschborn einen Anruf erhalten, bei dem sich das Gegenüber als ihre Enkeltochter ausgab. Diese habe einen schweren Autounfall verursacht und müsse nun eine hohe Kaution hinterlegen. Hier benötige sie die Unterstützung der gutgläubigen Eschbornerin. Diese erkannte jedoch nicht, dass es sich bei der Anruferin um eine dreiste Betrügerin handelte und traf sich am Nachmittag auf dem besagten Parkplatz zwischen 16:30 Uhr und 17:00 Uhr mit einem vermeintlichen Polizisten. Diesem übergab sie daraufhin die Wertgegenstände. Zu Hause angekommen, berichtete die Frau ihrer Tochter von dem Vorfall, welche den Betrug durchschaute und umgehend die Polizei informierte. Bei dem Abholer soll es sich um einen etwa 40-50 Jahre alten und circa 165 cm bis 175 cm großen Mann mit dunkelblonden kurzen Haaren und "mitteleuropäischem" Erscheinungsbild gehandelt haben. Er habe deutsch ohne Akzent gesprochen. Weiterhin sei der Mann mit einem dunklen, möglicherweise schwarzen oder dunkelgrünen Pkw unterwegs gewesen, welchen er im Zeitraum der Übergabe auf dem Parkplatz der "Commerzbank" in der Hauptstraße geparkt habe.

Die Kriminalpolizei in Hofheim bittet nun Zeuginnen und Zeugen, welche sich zwischen 16:30 Uhr und 17:00 Uhr vor der Bäckerei oder Commerzbank in der Hauptstraße aufgehalten haben und Hinweise zu dem Mann oder dem Fahrzeug geben können, sich unter der Rufnummer (06192) 2079-0 zu melden.

Um nicht Opfer solcher Betrugsmaschen zu werden, gilt es sensibel und wachsam zu sein. Geldverhandlungen am Telefon und die anschließende Übergabe hoher Bargeldbeträge an der Wohnungstür oder spontane Geldüberweisungen müssen ein absolutes Tabu sein. Gerade ältere Mitmenschen werden allzu schnell von den psychologisch geschulten Anrufern um den Finger gewickelt. Einmal in ein Gespräch verwickelt, wird es schwer, sich diesem wieder zu entziehen. Halten Sie Rücksprache mit den Personen oder Stellen, um die es angeblich geht, über die Ihnen bekannten bzw. im Telefonbuch verzeichneten Telefonnummern oder kontaktieren Sie direkt die Polizei. Aber auch jüngere Menschen können etwas gegen die Betrüger unternehmen. Sie selbst haben Eltern, Großeltern, Onkel, Tanten oder auch Nachbarn, die aufgrund ihres Alters zum Kreis potentieller Opfer gehören könnten? Sprechen Sie diese an! Fragen Sie, ob die betrügerischen Maschen bekannt sind und sensibilisieren Sie diese Personen. Je mehr Menschen von den Betrügereien erfahren, umso weniger Opfer gehen den Tätern auf den Leim.