Es fehlt an Spenderorganen
Patientenvertreter: Besonders Nieren für Kinder gesucht
Foto: Interessenvertretung für Patienten & Versicherte
„So werden gegenwärtig in Deutschland pro Jahr etwa 2.800 Nieren transplantiert. Mindestens die zweifache Anzahl wäre notwendig, damit die Wartezeiten verkürzt werden könnten. Doch es fehlt an einer ausreichenden Anzahl von Spenderorganen“, schreibt Pfeiffer im neuen InfoBlatt der Interessenvertretung „Aufgepasst-&-Hergehört“ und bezieht sich dabei auf Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung BZgA.
„Durchschnittlich vergehen heute vier bis fünf Jahre, bis für einen Patienten auf der Warteliste ein geeignetes Organ verfügbar ist“, weiß Pfeiffer. Dies sei nicht nur eine quälend lange Zeit, es steige ab einer bestimmten Anzahl von Dialysejahren auch das Risiko, dass außer der Niere noch andere Organe Schaden nähmen.
Stichwort Niere: Hier kann ein Dialysegerät zwar helfen, die defekten Nieren jedoch nicht völlig ersetzen. Dazu schreibt der Vorsitzende der Interessenvertretung Folgendes: „Selbst wenn eine Dialyse bei entsprechender technische Einrichtung in wenigen Fällen zu Hause vorgenommen werden kann, ist die Leistungsfähiglkeit von Dialysepatienten deutlich herabgesetzt.
Besonders für Kinder, die aufgrund einer schweren Nierenschädigung auf die Dialyse angewiesen sind, ist eine Transplantation von unschätzbarem Vorteil. Die jungen Patienten sind noch in der Wachstumsphase. Für ihre körperliche Entwicklung ist es entscheidend, dass sie auseichend mit Hormonen der Niere versorgt sind. Ein Ausfall der Nieren wirkt sich daher besonders negativ aus. Dazu belastet die Dialyse Kinder ganz besonders. Die Notwendigkeit, mehrmals wöchentlich über Stunden hinweg bei der Dalyse zu verbringen, hemmt ihre schulische und psychische Entwicklung.“
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