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Letzte Aktualisierung: 12.08.2022

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Erweiterung bis 2025 an der Heinrich-Böll-Schule in Hattersheim

von Adolf Albus

(28.07.2022) Die Heinrich-Böll-Schule (HBS) Hattersheim soll bis 2025 erweitert werden. Wie Landrat Michael Cyriax mitteilt, hat der Kreisausschuss die Entwurfsplanung beschlossen.

Die Schule erhält einen mehrgeschossigen Erweiterungsbau im Passivhausstandard. „Die HBS ist die zentrale weiterführende Schule für die Hattersheimer Grundschüler und braucht dringend Raum“, so Cyriax. „Den schaffen wir nach neuestem Standard“. Allerdings werde sich die Investitionssumme wegen Kostensteigerungen im Bauwesen von 12,8 auf schätzungsweise 15,7 Millionen Euro erhöhen.

Hintergrund des Vorhabens sind den Angaben zufolge steigende Schülerzahlen. Die HBS nimmt drei Viertel der Hattersheimer Grundschüler auf, vor allem aus der Kernstadt. Wegen der Bevölkerungsentwicklung in der Kernstadt und der derzeit geplanten dritten Grundschule für Hattersheim könnte die HBS nach Bezug aller angekündigten Baugebiete künftig neunzügig aufnehmen. Seit dem Schuljahr 2021-22 ist sie im Ganztagsprofil 2 des Landes.

Nach den derzeitigen Plänen soll mit dem Bau im zweiten Quartal 2023 begonnen werden. In dem viergeschossigen Gebäude entstehen 19 Klassenräume und weitere Räume für die Jahrgangsstufen 5 und 6. Im Eingangsbereich wird ein Mehrzweckbereich für das Ganztagsangebot, Konferenzen und Veranstaltungen geschaffen. Auch kann hier mit einer Teamstation das vorhandene Lehrerzimmer im Altbau entlastet werden. Der Raumbedarf und die Planung seien in enger Zusammenarbeit mit der Schule entwickelt worden, erläutert der Landrat.

Zudem setze der Kreis auf hohe energetische Standards. Die kompakte Bauweise führe zu geringen Energieverlusten, es werde der Passivhausstandard erfüllt. Strom werde mit einer Photovoltaikanlage erzeugt. Zudem werde eine Zisterne gebaut, um Regenwasser zu nutzen, auch setze der Kreis beim Baumaterial auf nachwachsende Rohstoffe. Er werde in der so genannten Hybridbauweise ausgeführt, in einer Kombination aus Stahlbeton und Holz.

Zudem sei der Erweiterungsbau das erste Schulbauprojekt, bei dem der Kreis für die gesamte Planung bis zur Baugenehmigung nicht auf einen externen Architekten zurückgreife. Geplant worden sei es von einer neu aufgebauten Abteilung im Hochbau- und Liegenschaftsamt. „Auf diese Weise sparen wir Kosten und Zeit“, erläutert der Amtsleiter Peter Wesp.

Cyriax hatte das Vorhaben vergangene Tage bereits bei einem Besuch in der Heinrich-Böll-Schule angekündigt. Die HBS feierte ihr 50-jähriges Bestehen. Eine große Herausforderung sei die Digitalisierung, so der Landrat: Auch die HBS werde im laufenden Jahr ans schnelle Glasfasernetz angeschlossen.

Wie Cyriax erläutert, führen allgemeine Knappheiten bei Material und Handwerkern nicht nur zur Verzögerung bei Bauprojekten, sondern auch zu Kostensteigerungen. Nach derzeitigen Schätzungen werde der Kreis das Investitionsbudget für den Erweiterungsbau aufstocken müssen.