Archiv-Kultur

Macbeth an der Oper Frankfurt

Oper in vier Akten von Giuseppe Verdi

Neben seinen Arbeiten nach Vorlagen Schillers nehmen die Vertonungen der Dramen Shakespeares einen wichtigen Platz im Schaffen von Giuseppe Verdi (1813–1901) ein. Die Uraufführung seiner Oper Macbeth fand 1847 in Florenz statt und wurde vom Publikum mit Befremden aufgenommen. Hatte doch Verdi hier erstmals die Kompositionsmuster der traditionellen Nummernoper hinter sich gelassen und den Weg zur „durchkomponierten“ Form eingeschlagen.

Szene-Foto 1
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Foto: Monika Rittershaus
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Foto: Monika Rittershaus

Diesen Weg ging er achtzehn Jahre später noch konsequenter, als er den Auftrag einer Umarbeitung des Werkes für Paris erhielt. Diese Fassung wurde schließlich 1865 erstmals herausgebracht. Die Inszenierung von R.B. Schlather zeigt die Modernität der Charaktere. Der Regisseur situiert das grausame Geschehen um das kinderlose Paar in der eleganten, aber kalten Atmosphäre eines herrschaftlichen Anwesens.

Zum Inhalt: Macbeth hat schon viel erreicht. Doch nach einer unheimlichen Begegnung erwacht die Gier nach mehr in ihm. Angetrieben von seiner nicht weniger ehrgeizigen Frau begeht er einen Mord, der weitere Gräueltaten nach sich zieht…

Die Wiederaufnahme von Macbeth wird dirigiert von Giacomo Sagripanti. Der italienische Dirigent arbeitet regelmäßig an namhaften Theatern wie der Opéra National de Paris, dem London Royal Opera House, dem Teatro Real in Madrid und der Wiener Staatsoper. In Frankfurt dirigierte er bereits Gioachino Rossinis Die diebische Elster und Vincenzo Bellinis Norma. In der Titelpartie des Macbeth sind im Wechsel die Ensemblemitglieder Nicholas Brownlee, Domen Križaj und Iain MacNeil zu erleben. Der amerikanische Bariton Brownlee ist in zentralen Partien des deutschen wie auch des italienischen Fachs zu hören. In dieser Spielzeit sang er unter anderem Scarpia in Puccinis Tosca und wird als Wagners Holländer bei den Bayreuther Festspielen auftreten. Domen Križaj sang in dieser Spielzeit in Frankfurt bereits Lescaut (Manon Lescaut), Konsul Sharpless (Madama Butterfly) und wird im Juni noch als Zar in Kurt Weills Oper Der Zar lässt sich fotografieren auftreten. Iain MacNeil debütierte jüngst als Macbeth in Basel. Die Partie des Banquo ist alternierend mit den Bässen Thomas Faulkner und Andreas Bauer Kanabas besetzt. Die Partie der Lady Macbeth übernimmt Signe Heiberg. Die norwegische Sopranistin sang bereits die Premiere im Dezember 2024 als Einspringerin mit großem Erfolg. Als Macduff sind Kudaibergen Abildin und Gerard Schneider zu hören. Die Rolle des Malcolm übernimmt Abraham Bretón. Als Kammerfrau der Lady sind Nombulelo Yende und Julia Stuart, Mitglied des Opernstudios, besetzt. Den Arzt singt Jarrett Porter. Das Opernstudio-Mitglied Morgan‑Andrew King ergänzt als Diener, Mörder und Herold die Besetzung der ersten Wiederaufnahme von R.B. Schlathers Macbeth-Inszenierung in Frankfurt.

Wiederaufnahme: Samstag, 18. April 2026, um 19 Uhr im Opernhaus
Weitere Vorstellungen: 24., 26. April (15.30 Uhr), 2., 16., 22., 25. (18 Uhr), 30. Mai, 13. Juni 2026
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19 Uhr.

Preise: € 16 bis 121 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)
Karten sind bei den üblichen Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im Telefonischen Vorverkauf (069)21249494 erhältlich.

(Mit freundlicher Unterstützung der DZ Bank)