Erich Fromm – Wurzeln und Gestalten des Alltagsrassismus
Fromm (1900–1980) war von Beruf Psychoanalytiker und gehörte in den 1930er-Jahren zur ersten Generation der „Frankfurter Schule“ und des Instituts für Sozialforschung. Wie andere Mitarbeiter des Instituts war er jüdischer Herkunft und ging daher bereits früh ins Exil in die USA. Publizistisch verbuchte er dort, aber später auch in Europa mit Büchern wie „Die Furcht vor der Freiheit“, „Die Kunst des Liebens“ und „Haben oder Sein“ große Erfolge. Besonders interessierte ihn der Zusammenhang von Psychoanalyse, Philosophie und Gesellschaftstheorie. Phänomene wie Rassismus, Alltagsrassismus und Antisemitismus bedürfen erst recht in der Gegenwart einer interdisziplinären und multiperspektivischen Untersuchung. Dazu können die Forschungen und Impulse von Erich Fromm auch heute noch bedeutsam sein.
Referierende des Studientags sind Professor Roger Frie, Psychologe und Gelehrter in Geschichte, Philosophie und Psychoanalyse, Mai-Anh Boger, Pädagogin und Akademische Rätin Universität Regensburg, Professor Doron Kiesel, Soziologe und Erziehungswissenschaftler, wissenschaftlicher Direktor Bildungsabteilung des Zentralrats der Juden in Deutschland, sowie Armand Zorn, Abgeordneter der SPD im Deutschen Bundestag
Geleitet wird die Veranstaltung von Elias Sigmund Jungheim und Eberhard Pausch. Kooperationspartner sind die Goethe-Universität Frankfurt am Main und die Internationale Erich-Fromm-Gesellschaft
Die Teilnahmekosten liegen bei 30 Euro (mit Mahlzeiten) und 10 Euro (ohne Mahlzeiten).
Anmeldung: https://www.fromm-gesellschaft.eu/index.php/de/aktivitaeten/aktuell/tagungen/715-herbsttagung-2023
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