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Erfolgreiches Fratopia-Festival

Musik in allen Ecken des Hauses: Für fünf Tage wurde die Alte Oper Frankfurt mit ihrem FRATOPIA-Festival zum offenen Ort und bot ein umfangreiches Konzertprogramm bei freiem Eintritt. Zu erleben waren vier Konzertflügel gemeinsam im Einsatz, Musik inmitten von Blumen, ein Zusammenspiel von Klängen und Düften, Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ mit afrikanischen Rhythmen, Musik und Tanz, Kinderprogramme, Orffs „O Fortuna“ zum Mitsingen, Stimmakrobatik kombiniert mit Bodypercussion und vieles mehr.

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Großer Saal - Fortune
Foto: Alte Oper Frankfurt/Wonge Bergmann

Mit einem Orchester-Tanz-Projekt, einem Programm für Klavier und Vibrafon, Lautensongs von John Dowland sowie Tango von Astor Piazzolla klang das Festival am Sonntag, 27. September, spätabends aus. Rund 40.000 Besucher verzeichnet die Alte Oper für die gut 250 Kurzkonzerte an fünf Festivaltagen. 

Die Konzerte, die in den verschiedenen Sälen, Salons und Foyers des Hauses angeboten wurden, umfassten verschiedenste Besetzungen von der Soloflöte bis zum Kammerorchester, Minimal Music, Barockes, Chormusik, Tanz, Jazz, World, Experimentelles und die vielfältigen und oftmals überraschenden Überschneidungsbereiche zwischen den Genres. Der Liszt Salon verwandelte sich erstmals in einen Salon Floristique, hier setzte eine blühende Installation den Rahmen für konzentrierte Kammermusikprogramme. Neu waren auch die Duftkonzerte, bei denen sich ausgewählte Parfümnoten – über ausgeteilte Papierstreifen zu erschnuppern – mit Musik zu einem sinnlichen Erlebnis verbanden. In sämtlichen Terminen hatten die Besucher die Möglichkeit, nah an die Musik zu rücken und sie aus neuer Perspektive zu erleben: Sowohl im Großen Saal als auch im Mozart Saal nahm das Publikum die Interpreten in die Mitte, darüber hinaus sorgten die Konzerte in den kleineren Salons für eine intime Atmosphäre. 

Dr. Markus Fein, Intendant und Geschäftsführer der Alten Oper, resümiert: „Fratopia zeigt, was es bedeutet, wenn ein Konzerthaus wirklich zum offenen Haus wird. Die enorme Resonanz hat uns einmal mehr überwältigt. Bei allem Andrang blieb aber immer Raum für kostbare kleine Momente, etwa als der im Sing-Along von mehr als 1.000 Menschen fröhlich angestimmte Kanon ‚Fratopia, Fratopia, Musik ist für alle da‘ nach dem Konzert noch in den Wandelgängen nachklang. Als sich spontan neue Auftrittsformationen unter den eingeladenen Musikern bildeten. Oder als sich, ebenso spontan, das gesamte Publikum auf der Bühnenfläche des Großen Saals versammelte und zu Jazz- und Latin-Klängen tanzte. Überhaupt hinterließ die Begeisterungsfähigkeit des Publikums auch bei den Musikern bleibenden Eindruck: Zahlreiche der eingeladenen Künstler äußerten sich überschwänglich über die besondere Konzertatmosphäre – ein so offenes, neugieriges und dabei respektvolles Publikum sei ihnen bislang nur selten begegnet. Ein schönes Kompliment, dem ich mich nur anschließen kann! Ich danke also den Musikern, die bei unserem Marathon ‚mitspielen‘ und den Geist des Festivals prägen, ebenso wie dem Publikum. Den vielen Mitarbeitern und Ehrenamtlichen, die das Festival getragen haben. Und nicht zuletzt unseren Förderpartnern, die Fratopia in dieser Form überhaupt erst möglich machen. Dass wir solch ein Programm bei freiem Eintritt veranstalten können und die Türen für so viele Menschen öffnen können, verdanken wir einer starken Unterstützung – und darüber freuen wir uns sehr. Und klar ist: Fratopia muss weitergehen, im nächsten Jahr vom 15. bis 19. September.“

www.alteoper.de